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HC Koblenz - HSG Wittlich 19:27 (11:17)
Die HSG Wittlich gewinnt das Rheinland-Derby in Koblenz und festigt Platz 4!
Die Mannschaft von Trainerin Esther Herrmann bestimmte von Beginn an das Spiel, lag ständig in Führung und nach zwei Toren von Sara Maxima Hees zu 0:2 (2.) verteidigte das Team die Führung, lag beim 3:7 (11.) deutlich vorne und so musste Koblenz die erste Auszeit nehmen. Wittlich blieb unbeeindruckt, baute die Führung über 5:9 (15.) auf 5:12 (18.) aus und erneut waren die Gastgeberinnen zur Auszeit gezwungen. Die Wittlicher Auszeit beim 8:16 (25.) führte letztlich zur klaren Pausenführung. Das Herrmann Team kam besser aus der Kabine, schraubte den Vorsprung auf 13:21 (41.) und beim 15:23 (46.) nahm Koblenz erneut die Auszeit. Die Eifelanerinnen waren auf ihrem Weg zum Sieg einfach nicht zu bremsen und brachten den klaren Vorsprung über die Zeit!
„Ein sehr guter Auftritt meiner Mannschaft von Beginn an! Wir haben auch auswärts das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten, vor allem in der Abwehr! Gegen die offensive Abwehr der Gastgeberinnen hatten wir die richtigen Lösungen und auf der eins hat Niki Packmohr im Deckungsverband eine sehr starke Partie abgeliefert. Der Abwehrverband hat insgesamt sehr gut agiert, hat die Zweikämpfe angenommen und im Tor hatten wir mit Alex Irmgartz den gewohnt sicheren Rückhalt. Niki Packmohr hat zudem unseren Angriff gut geführt und wir haben uns an die Konzepte gehalten. Doch wir haben hier einige Bälle liegen gelassen. Doch ich bin sehr zufrieden, dass heute alle Positionen Torgefahr ausstrahlten und unsere Jugendspielerin Sarah Maxima Hees, die wir nach dem Ausfall von Zoe Eiden ins kalte Wasser geworfen haben, ihre Sache so gut macht. Diese Leistung lässt mich für die kommenden Spiele hoffen“, sagt Wittlichs Trainerin Esther Herrmann.
Irmgartz und Marx - Rogowski, Krämer, Meier (5), Hees (5), Schönhofen (1), Packmohr (6/2), Clever (4), Czanik (4), Kierakowicz, Lieser, Feiten (1), Teusch (1)
HSV Merzig/Hilbringen - HSG Hunsrück 21:20 (9:10)
Ohne ihre Rückraumspielerinnen Helen Schieke und Emma Lesch standen die Vorzeichen für das HSG Team nicht gut und letztlich waren die Ausfälle nicht zu kompensieren! Die Hunsrückerinnen verlieren die Begegnung in Merzig denkbar knapp und es bleibt die Binsenweisheit: ein Spiel dauert genau 60 Minuten! Völlig unnötig gibt die Mannschaft von Trainer Maouia Ben Maouia am Ende einen fast sicher geglaubten Punkt aus der Hand und kassiert mit dem Schlusspfiff den entscheidenden Treffer! Von Beginn an taten sich die HSG`lerinnen schwer, fanden nie zu ihrem Spiel und so wurde es ein Kopf an Kopf Rennen, indem die Saarländerinnen bis 4:3 (9.) die Führung behaupteten. Jule Kappes und Lina Wagner brachten ihre Mannschaft erstmals beim 4:5 (13.) in Führung, doch die Freude währte nicht lange! Die Auszeit von Maouia bei 8:8 (25.) sollte der Mannschaft helfen, eine knappe Führung in die Pause zu bringen. Auf dem besten Weg, das Spiel zu drehen, schienen die Gastgeberinnen, die sich nach dem 13.14 (38.) mit drei Toren in Folge die Führung zum 16:14 (44.) erarbeiteten, die Auszeit nahmen und auch die änderte wenig am Spielverlauf. Als der HSV seine Führung beim 19:16 (53.) auf drei Tore ausgebaut hatte, nahm Maouia die nächste Auszeit und die verfehlte ihre Wirkung nicht. Beim 19:19 (56.) waren die spannenden Schlussminuten eingeläutet. Als Nina Lammersmann wenige Sekunden vor dem Ende der Ausgleichstreffer zum 20:20 gelang, schien das letztlich gerechte Remis festzustehen. Doch die Unaufmerksamkeit der Gäste verdankten die Gastgeberinnen dann den Sieg, den die Mannschaft über die Außenposition sicherstellte.
„Die letzte Aktion war entscheidend! Wir machen das Remis und kassieren den schnellen Anwurf der Gastgeberinnen, die sich auf der Außenposition durchtanken und aus der Distanz den glücklichen Siegtreffer markierten. Den Spielerinnen mache ich keinen Vorwurf, da sie trotz häufiger Unterzahl gekämpft haben bis zum Ende. Scheinbar waren wir uns aber nach dem Ausgleich zu sicher“, meinte Maouia, dessen Mannschaft alle vier Zeitstrafen nach der Pause kassierte. Doch auch bei den Gastgeberinnen standen vier Zeitstrafen im Spielbericht!
Schmitz und Kristinsdottir - Mohebzada (2/1), Faust (1), Kappes (3), Grethen, Rolinger, Gräber (4/2), Wagner (3), E. Longen (1), Lammersmann (5), Molz (1)
HSV Merzig/Hilbringen - HSG Hunsrück
(Samstag, 19 Uhr, Thiel Park)
Gespannt sein darf man auf den „Auftritt“ der Hunsrückerinnen im Spiel bei den Saarländerinnen in Merzig Hilbringen. Nach dem 26:18 Hinspiel Erfolg der Mannschaft von Trainer Maoui Ben Maouia in heimischer Halle sollte die Mannschaft auch im Rückspiel als Favoritinnen ins Spiel gehen, wären da nicht die zuletzt doch schwankenden Leistungen der Hunsrückerinnen. Gerade in den Auswärtsspielen tun sich die HSG Spielerinnen derzeit schwer, verloren unter anderem das Spiel beim damaligen Tabellenvorletzten in Bodenheim und zuletzt das Auswärtsspiel in Mundenheim. Zuhause stellt das Maouia Team eine „Macht“ dar, machte dies vor allem im Lokalderby gegen die HSG Wittlich deutlich. Bei den Gastgeberinnen scheint es derzeit genau umgekehrt zu laufen. Seit Anfang Dezember wartet der Aufsteiger aus dem Saarland auf den Heimspielerfolg, gewann die Auswärtsspiele bei den Südpfalz Tigerinnen, in Sobernheim und in Koblenz und hat sich im Mittelfeld der Tabelle etabliert, wird mit dem Abstieg nichts zu tun haben.
Die personellen Voraussetzungen für die Hunsrücker könnten besser sein: Mit Helen Schieke fällt eine wichtige Rückraumspieler aus privaten Gründen aus, dazu auch Torfrau Vanessa Gerken aus beruflichen Gründen. „Das wird der nächste schwere Brocken für uns und das wird ein hartes Stück Arbeit und es bleibt abzuwarten, was da rauskommt. Auf jeden Fall wird das nicht so einfach wie gegen Mundenheim. Dieses Mal müssen wir das im Angriff deutlich besser machen, dürfen uns von der harten Gangart der Gastgeberinnen nicht beeindrucken lassen. Auch im Hinspiel haben wir lange kämpfen müssen, bis endlich der Knoten aufgegangen ist. Bei den Gastgeberinnen wird vieles davon abhängen, in welcher Besetzung sie auflaufen können. Im Hinspiel waren die auf jeden Fall komplett! Sollte das wieder so sein, sind sie in eigener Halle nicht zu unterschätzen und ich kann nur hoffen, dass wir bis Samstag keinen weiteren Ausfall im Rückraum haben werden“, sagt der HSG Coach.
HC Koblenz - HSG Wittlich
(Samstag, 19.30 Uhr, Julius Wegeler Schule)
Deutliches Durchatmen bei der HSG Wittlich nach dem letzten Sieg der Mannschaft in Bodenheim, bei dem man lange um den Erfolg zittern musste. Im nächsten Auswärtsspiel trifft die Mannschaft von Trainerin Esther Hermann auf den Rheinland-Rivalen aus Koblenz, die im Abstiegskampf auf jeden Punkt angewiesen sind. Vor Schlusslicht Sobernheim rangiert das Rhein-Team auf dem vorletzten Tabellenplatz von den Pluspunkten gleich mit dem TV Bodenheim. Das Hinspiel gewannen die Eifelanerinnen Anfang November mit 33:28, werden aber sicher im Rückspiel alles in die Waagschale werfen müssen, um erfolgreich die Halle in Koblenz als Siegerinnen verlassen zu können. Die Personalsorgen beim Hermann-Team nehmen kein Ende: zuletzt fiel Zoe Eiden mit einem Fingerbruch vor dem Spiel in Bodenheim aus und wird auch jetzt nicht zur Verfügung stehen.
„Wir sind positiv gestimmt, haben gesehen, dass wir auch auswärts gewinnen können! Ich bin gespannt, welche Leistung meine Mannschaft abrufen wird. Derzeit sind wir eine Wundertüte! Ich rechne mit einer kompakten 6:0 der Gastgeberinnen, gegen die wir mit einer hohen Passgeschwindigkeit arbeiten müssen, um die Deckung in Bewegung zu bringen. Wir haben die Qualität, um die Räume zu finden. Doch das Hauptaugenmerk wird auf unserer Abwehr liegen. Hier müssen wir das Anspiel an den Kreis unterbinden und auf die Übergänge vorbereitet sein. Im Training ist zudem viel Wurftraining angesagt und ich hoffe, dass wir die Stabilität in der Abwehr finden und so in unser Tempospiel. Das hat uns in Bodenheim den Sieg gebracht und das müssen wir wieder hinbekommen“, hofft die Wittlicher Trainerin, die sich Sorgen um die angeschlagene Spielmacherin Niki Packmohr sowie Anna Schönhofen macht, die sich im Spiel des Rheinlandligateams am Sonntag erneut am Rücken verletzt hat und Anfang der Woche mit dem Training aussetzen musste. Neben der in Urlaub weilenden Natalia Kierakowicz muss das HSG Team auf die mit ihrer Fingerverletzung ausfallende Zoe Eiden verzichten. Herrmann wird auch nächstes Jahr die Verantwortung für das Regionalligateam der Eifelaner tragen und derzeit laufen Gespräche mit den Spielerinnen und möglichen Neuzugängen.
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