Umbruch bei der Hunsrück HSG – in der Rheinlandliga um den Aufstieg mitspielen

(R.S.) Der Abstieg aus der RPS Oberliga blieb für die Hunsrück HSG nicht ohne Auswirkungen! Mit Michael Stein (HSG Biewer/Pfalzel), Julian Keitsch (HSG Tiefenstein/Algenrodt/Siesbach), Sebastian Bachmann (HSG Rhein-Nahe-Bingen), Timo Stoffel (SG Gösenroth/Laufersweiler) und Eric Brahmann (unbekannt), verließen ehemals wichtige Stammspieler den Verein.


Ausschließlich Spieler aus den eigenen Vereinsreihen ergänzen jetzt den Kader. Mit Benny Dämgen, Daniel Schub, Daniel Koch, Pascal Olivier, Lars Gerhard (alle 2. Mannschaft) und Moritz Adam (A-Jugend) wächst der Kader auf 17 Mann an. „Das sind jetzt alles Spieler, die sich zu 100 Prozent in den Dienst der Mannschaft und des Vereins stellen. Wir haben damit auch das Durchschnittsalter um 2 Jahre gesenkt, haben wieder eine Trainingsbeteiligung, die bei fast 90 Prozent liegt. Das sind die Grundvoraussetzungen für ein anständiges Training, eine gute Saisonvorbereitung und eine ordentliche Saison, in der wir solange wie möglich um die Meisterschaft mitspielen wollen“, erklärt HSG Trainer Markus Bach (42), der bei seinem Vorhaben von den Co-Trainern Rene Vasek und Carsten Esdar unterstützt wird. „Dies ist auch bei einem solch großen Kader wichtig.“

Fast liefe es in der Vorbereitung ohne Probleme, wenn nicht die Verletzungen der Routiniers Maxim Shalimov und Rene Vasek zu beklagen wären. Shalimov unterzog sich im Juli einer Leistenoperation, wird frühestens im August wieder ins Training einsteigen können. Vasek laboriert an einer Oberschenkelverletzung. Aber auch das Sprunggelenk von Alexander Weber macht weiterhin Sorgen, der damit bereits in letzten Saison Probleme hatte.

Seit Anfang Juli läuft die Vorbereitung. Zwei Spiele gegen Budenheim und Zweibrücken hat die HSG absolviert, weitere Spiele gegen Dudelange im Rahmen des Jubiläumsturniers, Mülheim, Teutonia Riemke und nochmals Budenheim sowie das Trainingslager am letzten Augustwochenende stehen noch an. Derzeit werden die konditionellen Grundlagen gelegt, der Schwerpunkt aber liegt in der spielerischen Abstimmung.

„Letzte Saison habe ich erkannt, das hier ein Manko lag. Die Feinabstimmung war nicht so da, wie ich mir das vorstelle. Wir wollen zudem die Gunst des Publikums zurückgewinnen, die wir im vergangenen Jahr mit dem Abstieg verloren haben. Jetzt haben wir nur die Spieler im Kader, die sich mit dem Verein und dem Publikum identifizieren“, glaubt Bach, der mit seinem Team erst ein Woche nach dem offiziellen Saisonstart ins Geschehen eingreift. Dann geht’s gleich zum Lokalrivalen, der HSG Biewer/Pfalzel, der am Sonntag 17.9. Gastgeber der Hunsrück HSG ist.

HSG Biewer/Pfalzel will unter die ersten 5 – Marc Köhler neuer Trainer

Unter die ersten fünf der Tabelle möchte HSG Trainer Marc Köhler, der bereits gegen Ende der letzten Saison das Traineramt von seinem Vorgänger Heng Mauruschatt „geerbt“ hat. An seiner Seite steht mit Patrick Wagner ein Co-Trainer, mit dem Köhler die Mannschaft auf die kommende Saison vorbereitet. Kein leichtes Unterfangen, denn das Gesicht der Mannschaft hat sich auf vielen Positionen gewandelt.
Andi Mauruschatt (Luxemburg), Markus Wenzel (HSG Mertesdorf/Ruwertal), Christian Hoffmann (beruflich), Marcin Prorok (beruflich) und Marc Köhler (Laufbahnende) stehen der Mannschaft nicht mehr zur Verfügung. Dafür wird der Kader um die Neuzugänge Michael Stein (HSG Irmenach/Kleinich/Horbruch), Alex Kuhfeld und Thomas Billen (beide DJK/MJC Trier), Stefan Gerten und Matthias Krewer (2. Mannschaft) sowie um den Ungarn Zoltan Ponje ergänzt.

„Zoltan wäre für uns ein Glücksfall, ist noch im Probetraining und sein Bleiben bei uns wird wohl abhängig von der Tatsache sein, ob er einen Arbeitsplatz findet. Wir suchen hier händeringend und wären froh, ihn im Kader behalten zu können. Zoltan soll bei uns die Spielermacherposition übernehmen, alternativ aber auch die anderen Rückraumpositionen besetzen. Er verfügt über die nötige Spielintelligenz, ist ein absoluter Führungsspieler und dazu noch abwehrstark“, schwärmt Köhler. Mit Neuzugang Michael Stein kommt der Bruder von Christian Stein zur HSG und wird den Rückraum der Trierer erheblich verstärken. Allerdings bleibt sein Schichtdienst das Handicap! Bereits bei seinem letzten Verein, der Hunsrück HSG war aufgrund der beruflichen Belastung nicht nur die regelmäßige Trainingsteilnahme sondern auch die Teilnahme an den Meisterschaftsspielen problematisch!

Am 30. Juni startete die HSG in die Vorbereitung, konditionelles Grundlagentraining und Ausdauertraining standen auf dem Trainingsplan. Mit Spielen gegen die HSG Mertesdorf/Ruwertal und die Untere Saar wurden bereits erste Testspiele absolviert. Es folgen Trainingsspiele gegen Bocklemünd, Illtal, Mersch, Püttlingen und Mülheim, die Turnierteilnahmen in Schweich und Igel sowie das Pokalspiel am 4.9. gegen Moselweiss.

Am 10.9. beginnt dann die Saison für HSG Coach Marc Köhler (35), der aufgrund seiner andauernden Verletzung die Handballschuhe zumindest in der Rheinlandliga an den Nagel gehängt hat. „Wenn es juckt, kann ich mir vorstellen, in der zweiten Mannschaft aufzulaufen“, verrät Köhler, der im ersten Spiel mit seiner Mannschaft in Andernach auf die HSG Rhein-Nette trifft.


Motiviert in die 12. Saison – Trainer Andreas Rosch will ins gesicherte Mittelfeld

Es geht in die 12. Saison für HSC Coach Andreas Rosch! Seit 2000 steht der mittlerweile 38-jährige Trainer auf der Kommandobrücke des HSC, der zwischenzeitlich eine feste Größe in der höchsten Spielklasse der Handballverbandes Rheinland, der Rheinlandliga geworden ist.

Seit Juli bereiten sich die Handballer in Schweich auf die anstehende Saison vor. Mit Testspielen gegen Mertesdorf/Ruwertal und die HSG Haldern/Mehrhoog/Isselburg aus dem Handballkreis Wesel startete das Team in die harte Vorbereitungsphase und vermeldete gleich zwei deutliche Siege. Wesentliche schwieriger dürften da schon die Aufgaben gegen die HSG Nordsaar, den Saarlandligameister und RPS Aufsteiger werden. Bis Ende August sind Spiele gegen den HSV Bocklemünd, den TuS Daun, die Turnierteilnahmen in Igel und beim eigenen Turnier und zuletzt nochmals gegen die HSG Nordsaar geplant, bevor es am 4.9. zum ersten Pflichtspiel im Pokal beim Ligakonkurrenten TV Welling kommt.

 „Bisher verläuft die Vorbereitung gut, die Integration unseres einzigen Neuzugangs von Aussen, dem erfahrenen 32-jährigen Christian Leyh, ehemaliger Spielertrainer beim Pfalzligisten Oggersheim, verläuft zufriedenstellend. Schon jetzt kann ich sagen, dass wir uns mit seiner Verpflichtung spielerisch auf jeden Fall weiterentwickeln werden, er der Mannschaft auch die nötige Erfahrung vermittelt. Aus dem eigenen Verein stößt Nachwuchstalent Matthias Hertz zum Kader, der seine Einsatzzeiten sicher bekommen wird, Spielerfahrung zunächst aber in der Verbandligamannschaft sammeln soll. Unsere Verbandsligamannschaft und die A-Jugend wird von Wolfgang Schnase trainiert, der zuletzt in Saarburg unter Vertrag stand“, verrät Rosch.

Verzichten muß die Mannschaft künftig auf Harald Höhn (2. Mannschaft), Christian Kordel (Studium), sowie Routinier „Chicken“ Hennefeld, der eine Pause einlegen möchte. „In der Abwehr müssen wir vor allem das Fehlen von Höhn und Kordel kompensieren. Hier werden wir variabler arbeiten müssen, wollen weiter unser Tempospiel im Angriff verbessern und uns spielerisch weiterentwickeln. Das Saisonziel zu definieren fällt derzeit schwer. Die Liga ist auf alle Fälle wesentlich stärker geworden. Das liegt an den Aufsteigern aus Gösenroth und Welling, die gut aufgestellt sind. Dazu kommt mit Absteiger HSG Irmenach/Kleinich/Horbruch eine Mannschaft, die oben mitspielen wird. Für uns muß es darum gehen, frühzeitig einen gesicherten Mittelfeldplatz zu erreichen und nichts mit den Abstiegsplätzen zu tun zu haben. Was dann möglich ist, werden wir sehen“, erklärt Rosch

Wittlichs Trainer Michael Göbel hofft auf eine verletzungsfreie Saison

„Verletzungsfrei bleiben und das Potential abrufen“, so der Wunsch des Wittlicher Trainers Michael Göbel (47), der mit der Mannschaft in seine zweite Saison als HSG Trainer geht. Arg gebeutelt wurde das Team in seiner ersten Saison als Aufsteiger, schaffte aber sicher den Klassenerhalt. Noch bis Mitte der Spielzeit wird das Team auf Rene Wingels und Martin Kraeber verzichten müssen, die ihre Verletzungen auskurieren.

Das das Zusammengehörigkeitsgefühl im Wittlicher Kader stimmt beweist die Tatsache, dass die Mannschaft keine Abgänge zu verzeichnen hat und mit Damian Malmedy (TuS Daun) einen wichtigen Spieler für die Spielmacherposition gefunden hat, der aber auch im linken Rückraum eingesetzt werden kann. „Damit hat unser Angriffsspiel noch mehr Alternativen. Dazu kommt mit Nico Klein ein Wittlicher Junge zurück, der zuletzt bei Hermi Häring in der Regionalligajugend der HSG Mülheim/Kärlich/Bassenheim aktiv war“, verrät Göbel.

Seit Anfang Juni läuft bereits die Vorbereitungsphase, in der Co-Trainer Uwe Könen die Grundlagen für die kommende Saison gelegt hat. Anfang Juli „gönnten“ sich die HSG’ler eine Regenerationsphase, bevor die heiße Phase der Vorbereitung mit viermaligem wöchentlichen Training und den Testspielen eingeläutet wird. Testspiele wird die HSG nur gegen Mannschaften aus Luxemburg (Schifflange, Dudelange, Esch und Petange) sowie dem Saarland absolvieren, ehe es am 3.9. im Pokal gegen Vallendar geht. Die Saisonvorbereitung endet dann mit dem Turnier am 4.9. im luxemburgischen Straasen.
Es fällt Göbel derzeit schwer, das Saisonziel genau zu definieren.

„Die Klasse ist dieses Jahr noch ausgeglichener besetzt als vergangene Saison. Mannschaft wie Weibern haben wichtige Spieler verloren, die Aufsteiger sind auf keinen Fall zu unterschätzen. Meine Mannschaft hat enormes Potential. Bleiben wir von weiteren Verletzungen verschont, wollen wir mehr erreichen als vergangene Saison. Ende der Vorbereitung fällt es mir leichter, das Saisonziel genauer zu bestimmen“, glaubt der HSC Coach.

Saisonstart wird dann am 10.9 mit dem Heimspiel gegen Urmitz sein.

TV Bitburg - den Weg nach oben fortsetzen

Kaum Veränderungen im Kader, vermeldet Bitburgs Trainer Janosh Klimek (49), der mittlerweile in seine vierte Saison bei den Eifelanern geht. Nach dem erfolgreichen Verlauf der letztjährigen Saison, in der die Bierstädter auf Platz 3 der Tabelle landeten, sieht sich Klimek mit seinem Team jetzt in der Rolle des „Gejagten“.

„Selbstverständlich wollen wir mindestens diesen Tabellenplatz wiederholen, wissen um die Stärke der anderen Teams, kennen aber auch unsere Stärken. Wir haben ein seit Jahren eingespieltes Team, das sich blind versteht. In Bestbesetzung zählen wir qualitativ sicher zu den Spitzenteams, quantitativ sieht es da anders aus. Wir haben einen kleinen Kader und wir können nur hoffen, dass sich niemand verletzt“, erklärt der TVB Coach.

Allerdings plagen Klimek derzeit einige „Personalfragen“. Zum einen war Leistungsträger Florian Enders aufgrund seiner studienbedingten Prüfungen in der seit Anfang Juli laufenden Vorbereitung nur seltener Gast im Training, zum anderen wird Alex Sonnen nach seiner OP erst wieder im September ins Geschehen eingreifen können. Um den Kader aufzustocken, hat Klimek das Brüderpaar Philipp und Fabian Bernreiter aus der A-Jugend des Vereins in den Kader des Rheinlandligateams genommen. Kreisläufer Lukas Ewald wird aufgrund seiner neuen beruflichen Herausforderung in Bonn nur noch als „Standby-Spieler“ zur Verfügung stehen. In der laufenden Vorbereitung lag das Hauptaugenmerk im konditionellen Bereich, Kraft und Ausdauer waren Trainingsinhalte und so konnte sich Klimek Anfang August in seinen zweiwöchigen Urlaub verabschieden.

In dieser Zeit übernimmt Co-Trainer Thomas Lauer die Mannschaft, die sich mit Spielen gegen Untere Saar, Bad Münstereifel, Merzig-Hilbringen, Petange und Schifflange auf die anstehende Saison vorbereitet. „Bis zu meinem Urlaub haben die Spieler richtig Gas gegeben, wir hatten alle Spaß! Bleiben wir in der Saison von größeren Verletzungen verschont, wollen wir unseren Weg nach oben fortsetzen. Leider hat uns im Pokal erneut ein Auswärtslos ereilt. Am 3.9. unterziehen wir uns in Bad Ems einem ernsthaften Leistungstest, bevor am 10.9. die Saison mit dem Heimspiel gegen Kastellaun/Simmern startet".