Zum Auftakt treten die Miezen bei Vizemeister Buxtehude an
Hoch in den Norden: Die starten am heutigen Samstag (Anwurf: 15 Uhr) mit dem Auswärtsspiel bei Vizemeister Buxtehuder SV in die neue Saison.
Am Ende fehlten nach zwei dramatischen Finalspielen gegen den Thüringer HC lediglich ganze zwei Tore, um deutscher Meister zu werden.
Doch auch das ist Schnee von gestern. "Wir wollen wieder ins Halbfinale", sagt der Buxtehuder Trainer Dirk Leun - auch weil die junge Mannschaft jetzt ein Jahr mehr Routine auf dem Buckel hat.
Die Miezen erwartet also ein kaum bezwingbarer Brocken zum Ligastart, auch wenn die beste BSV-Spielerin wegen einer Verletzung ausfällt.
"Wir wollen uns einfach ordentlich präsentieren und weiter einspielen. Die Punkte müssen wir allerdings gegen andere Gegner holen", sagt MJC-Trainer Thomas Happe.
"Eigentlich ist die Partie für uns ganz einfach, weil wir nichts zu verlieren haben", ergänzt die neue Spielführerin Silvia Solic. Weil die zweite erst in der kommenden Woche beginnt, steht Trainer Happe sein kompletter Kader zur Verfügung.
Auch aus medizinischer Sicht gibt es außer einer leichten Ellbogenverletzung von Solic keine Blessuren. BP
DJK/MJC Trier (Kader):
Djeric, Kockler, Monz - Arnosova, Derbach, Wilamowska, Radojicic, Vojcic, Premm, Adeberg, Vallet, Lennartz, Zelmel, Solic, Rost
Die große mehrsprachige Familie


"Wir
werden euch nicht enttäuschen", haben die Trierer Miezen ihren rund 100
Sponsoren und geladenen Gästen bei der Saisonpräsentation am
Donnerstagabend im Trierer Audi-Zentrum versprochen.
Diese Aufgabe übernahm bei der Veranstaltung unter dem Motto "Die Miezen geben Vollgas" der serbische Ex-Profi und heutige Spielervermittler Slavko Guduras, der auch den Transfer des Balkantrios einfädelte. Aber alle drei versprachen: "Wir werden die Sprache schnell lernen und uns schnell integrieren."
Eine wichtige Hilfe ist immer noch die neue Miezen-Kapitänin Silvia Solic (Schwäbin mit kroatischen Wurzeln), die ihr persönliches Saisonziel so formuliert: "Nicht erst fünf Minuten vor Schluss den Klassenerhalt sichern."
Alle Beteiligten waren sich sicher, dass Trier nicht erster Abstiegskandidat sei, wie es Erfurts Trainer Herbert Müller im TV gesagt hatte. Aber neben vielen Neuen wie Kreisläuferin Nadine Rost, die aus Dresden nach Trier kam und zugab, "außer Handball keine Hobbys zu haben" und nun für die Handwerkskammer arbeitet, gab es auch bekannte Gesichter. Sogar mit Trierer Dialekt, wie Katrin Premm, die seit ihrem sechsten Lebensjahr für die MJC aufläuft und diese Saison den Durchbruch schaffen will.
Hoffen auf ein bisschen Glück
Oder die zweite Triererin Judith Derbach, die nicht nur von den "krassen Läufen" in der Vorbereitung berichtete, sondern allen Gästen versprach: "Wir werden euch diese Saison nicht enttäuschen."
Trotz des hammerharten Auftaktprogramms in der Liga hofft die Französin Megane Vallet darauf, "ein paar Glückspunkte" sammeln zu können. Obwohl erst seit vier Jahren in Trier, wurde die Linksaußen schon als zweitdienstälteste Mieze präsentiert. Das Leid des ständigen Umbruchs beklagte auch Vorstand Martin Rommel, der sich eine "sportlich und finanziell ruhigere Saison wünscht" und zur Suche nach Neuzugängen sehr treffend berichtete: "Ist der Ruf erst ruiniert, ist es schwer, neue Spielerinnen zu finden."
Dennoch fanden sich am Ende 16 Miezen auf der Bühne - "so viele wie seit meinem Amtsantritt nicht", sagte Trainer Thomas Happe. Er erhofft sich von Spielerinnen, Zuschauern und Sponsoren die "Stärke mit Niederlagen richtig umzugehen". Zur neuen Miezentaktik sagte er: "Wir wollen schneller spielen und haben deutlich mehr Alternativen im Rückraum, davon werden auch unsere Außenspielerinnen profitieren." Dass alle auch in schwierigen Zeiten zusammenstehen, wünscht sich Vorstand Jürgen Brech, der unter dem Applaus der Anwesenden verkündete: "Wir sind alle eine große Familie."
Bildergalerie unter www.volksfreund.de
Neue Sponsoren: Ein großes Thema bei der Saisonpräsentation war natürlich das liebe Geld - vor allem nach der gerade noch abgewendeten Insolvenz der MJC in der Vorsaison und der Pleite des Ligakonkurrenten Sindelfingen. Die Höhe des aktuellen Etats nannte MJC-Vorstand Martin Rommel nicht, gab aber zu, dass das Budget "wie immer zum Saisonstart noch nicht gedeckt" sei. Daher arbeite man hart daran, neue Sponsoren zu finden. Leo Hammes stellte den "Club 1500" vor, ein Netzwerk für Firmen und Privatpersonen, die mit einer Mindestsumme von 1500 Euro den Club unterstützen. Bislang gibt es rund zehn Mitglieder, 40 bis 50 sollen es werden. Im Gegensatz zu Sindelfingen, sagte Rommel, habe man aber keine Altlasten, auch die Spielergehälter seien in den vergangenen Jahren nicht gestiegen. "Das Problem der ganzen Liga sind die gestiegenen Zusatzkosten wie vor allem die Beiträge zur Berufsgenossenschaft, die in fünf Jahren verdreifacht wurden." BPPRESSEMITTEILUNG DJk/MJC Trier, 05.08.2011
Drei Nationalspielerinnen komplettieren den Miezen-Kader 2011/2012
Die Bundesligamannschaft der Trierer Miezen vermeldet drei vielversprechende Neuzugänge und findet damit ihre endgültige Form.Neben zwei Rückraumspielerinnen komplettiert auch eine Torhüterin das Aufgebot für die nächste Saison. Im Trikot der Trierer Miezen werden in der kommenden Spielzeit die drei serbischen Nationalspielerinnen Sladjana Djeric (Tor) Katarina Vojcic und Jasmina Radojicic (beide Rückraum) auflaufen. Alle drei kommen vom serbischen Spitzenclub RK Zajecar, von dem im vergangenen Jahr auch Ex-Mieze Jelena Popovic an die Mosel gewechselt war.
Die drei Neuzugänge komplettieren damit den Miezen-Kader für die Saison 2011/2012 und sollen die Wettbewerbsfähigkeit der Mannschaft in der Bundesliga erhöhen und zugleich gemeinsam mit den bereits erfahrenen Miezen auch die starke Entwicklung der Nachwuchskräfte unterstützen. Die Talentarbeit bleibt somit weiter eine tragende Säule im Zukunftskonzept des Trierer Bundesligahandballs.
Die Trierer Vereinsführung hatte sich mit der Verpflichtung der letzten drei Positionen bewusst Zeit gelassen und viele Spielerinnen ausgiebig in Probetrainings unter die Lupe genommen, um angesichts des nach wie vor kleinen Etatseine bestmögliche Investition sicherzustellen. Dabei spielten auch die internationalen Transfersgebühren eine Rolle, die sich im Juli nochmals annähernd verdoppelten. Schließlich verhinderten Visa-Probleme eine frühere Ankunft des Trios. So musste sich insbesondere auch Miezentrainer Thomas Happe einige Zeit gedulden. Mit dem Ergebnis der Auswahl ist aber auch er sehr zufrieden: „Die drei haben im Probetraining unisono einen sportlich guten Eindruck hinterlassen und scheinen auch menschlich gut ins Team zu passen, sodass wir als Team nun komplett sind.“, so Happe über die Neuen, die jeweils einen Vertrag bis zum Ende der Saison erhalten.

Die Neuzugänge im Detail:
Sladjana
Djeric ist 34 Jahre alt und verfügt über enorme internationale
Erfahrung. Als Torhüterin absolvierte die 1,78 Meter Großgewachsene mehr
als 115 Länderspiele für Serbien und Jugoslawien und gilt nach wie vor
als Nummer eins im serbischen Nationalteam.
Katarina
Vojcic ist 26 Jahre jung und ebenfalls schon international erfahren.
Mit ihrer individuellen Einsetzbarkeit auf allen Rückraumpositionen
ermöglicht die 1,81 Meter große Diplom Wirtschaftlerin viel Variabilität
im Trierer Spiel.
Jasmina Kukic Radojicic ist 25 Jahre jung und derzeit im erweiterten Kader der serbischen Nationalmannschaft. Mit ihren 1,82 Meter hat sie die idealen Voraussetzungen um auf der linken oder rechten Rückraumseite für Torgefahr zu sorgen.
Miezen beim Stelioplast-Cup
Die
Trierer Fans erwarten jährlich gespannt die ersten öffentlichen Spiele
für die neue Saison und werden auch in diesem Jahr wieder beim
international hochkarätig besetzen Steliplast-Cup in Wittlich fündig. Ab
dem morgigen Samstag treffen die Größen des internationalen
Frauenhandballs in der nunmehr 12. Auflage des Vorbereitungsturniers
aufeinander - mit dabei auch die Miezen. Die Triererinnen bestreiten ihr
erstes Spiel am Samstag um 10:30 Uhr gegen den deutschen
Ligakonkurrenten HC Leipzig. Um 14:20 Uhr erwartet die Mannschaft von
Trainer Thomas Happe dann den FC Midjylland, der als amtierender
dänischer Meister und EHF-Pokalsieger seine Premiere in Wittlich feiert.
Die Miezen befinden sich derzeit noch in der ersten Vorbereitungsphase
und
nutzen das Wittlicher Turnier auch in diesem Jahr wieder als
Gelegenheit für ein erstes Einspielen. Auch das Einfügen der Neuzugänge
steht noch im Vordergrund für Miezentrainer Thomas Happe, sodass der
Erfolg nicht an den Ergebnissen festgemacht werden können wird. Viele
der Weltklasse-Teams befinden sich wegen anderer Saisonstarts bereits
deutlich weiter in der eigenen Vorbereitung. Dennoch bietet das
Aufeinandertreffen mit hochkarätigen Gegnern stets viele Möglichkeiten
Erfahrungen zu sammeln und diese effektiv für die weitere Vorbereitung
bis zum Saisonstart zu nutzen. Die Endrunde des Stelioplast-Cups findet
am Sonntag statt.
Das Häuflein der letzten Aufrechten
Aufgrund von kleinem Kader und akuten Verletzungsproblemen ist bei den Trierer Miezen kaum eine geregelte Vorbereitung möglich. "In Kürze" sollen weitere Neuzugänge folgen, wie der MJC-Vorstand mitteilt.
Trier. Wer dieser Tage die Trierer Handball-Miezen beim Training beobachtet, stellt sich unweigerlich die Frage "Und wo ist der Rest?" Der ehedem schon kleine Kader (nur neun Spielerinnen unter Vertrag) wird derzeit durch Verletzungen weiter ausgedünnt. Eva Lennartz ist erkrankt, Megane Vallet muss wegen Achillessehnenproblemen pausieren, Jana Arnosova hadert noch mit einer Fußverletzung und Torfrau Anna Monz kann nach einem im Training erlittenen Bänderriss nur laufen, sich aber noch nicht zwischen die Pfosten stellen. Vier bis fünf Spielerinnen absolvieren daher momentan nur die Vorbereitung.
Trainer Thomas Happe
nimmt es dennoch locker und mit etwas Sarkasmus: "Die, die da sind,
ziehen sensationell gut mit." Teilweise beginnt der Trainingstag - für
die Berufstätigen - mit Krafttraining um sechs Uhr morgens. In der
vierten Trainingswoche stehen zudem noch Ausdauer, aber auch schon erste
Einheiten mit Ball auf dem Programm des "Häufleins der Aufrechten".
Aber
bald könnte Besserung eintreten: Erstens soll Monz kommende Woche
wieder ihren Torwart-Aufgaben nachkommen können, zweitens kündigt
MJC-Vorstand Martin Rommel "in Kürze" drei Neuverpflichtungen an, um den
Kader zu komplettieren. "Wir wissen, dass die Suche nach Personal
Vorrang hat, sowohl für die erste als auch die zweite Mannschaft." Denn
auch Igor Domaschenko, dessen Vertrag als Trainer des Drittliga-Teams um
ein Jahr verlängert wurde, hat ähnliche Sorgen wie Happe. Auch er
trainiert nur mit fünf, sechs Spielerinnen - für beide Mannschaften
deutlich zu wenig, um konkurrenzfähig zu sein. Dennoch will man bei den
Miezen an der zweiten Mannschaft festhalten. Als Leistungsträgerinnen
sollen Natalie Adeberg und Lena Zelmel sowie Torfrau Jessica Kockler die
kleinen Miezen führen. Derzeit sucht Domaschenko händeringend nach
Verstärkungen, selbst in seiner russischen Heimat.
Was das
Bundesligateam betrifft, sollen die drei Neuzugänge (wohl aus dem
Ausland) schon für den ersten Test, den "Stelioplast-Cup" in Wittlich
(6./7. August), spielberechtigt sein. Dort trifft Trier in der Vorrunde
auf den mehrfachen deutschen Meister HC Leipzig und den dänischen
Europapokalsieger FC Midtjylland. "Diese international erfolgreichen
Gegner werden für uns zu diesem Zeitpunkt kein Gradmesser sein", wiegelt
Happe eine zu hohe Erwartungshaltung bereits im Vorfeld ab.
Auch
aus Kostengründen verzichten die Miezen in diesem Jahr auf ein "echtes"
Trainingslager, am 20. und 21. August steht ein Kurzlehrgang in Trier
auf dem Programm, in dem es vorrangig um Taktikschulung geht. Vom 26.
bis 28. August spielen die Miezen ein Turnier im niederländischen
Wognum. Höhepunkt der Vorbereitung ist das Testspiel gegen den
rumänischen Meister Oltchim Valcea (2010 Champions-League-Finalist) am
Dienstag, 23. August, um 19.30 Uhr in der Wolfsberghalle. Saisonstart
ist am 3. September mit dem Auswärtsspiel bei Vizemeister Buxtehude, das
erste Heimspiel ist am 10. September um 19.30 Uhr gegen Meister und
Pokalsieger Thüringer HC.
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Abschied nach elf Jahren - Daniela Vogt beendet Bundesligakarriere

Daniela Vogt wird in der kommenden Spielzeit nicht mehr für die Miezen spielen und beendet ihre langjährige Bundesligakarriere. Die 32-jährige Torhüterin war bereits seit 2000 für die Miezen aufgelaufen und damit zuletzt die Spielerin mit der längsten Vereinszugehörigkeit im Team. Der Verein dankt ihr für diese herausragende Treue und wünscht für den weiteren Lebensweg alles Gute. Mit dem Abschied aus dem Oberhaus wird die neben dem Profisport bereits seit längerem berufstätige Vogt nun nicht mehr das hohe Trainingspensum der Bundesliga aufbringen müssen. Dennoch will sie noch nicht so ganz auf den Handballsport verzichten und zukünftig für den Viertligisten TG Konz spielen. Die Miezen-Vereinsführung dankt Daniela Vogt für ihre Zeit bei den Miezen: „Dani hat uns elf Jahre lang begleitet und dem Verein die Treue gehalten. Dafür möchten wir ihr herzlich danken und ihr für den kommenden Lebensabschnitt alles Gute wünschen.“ Auch Vogt zeigt sich dankbar für die Zeit bei den Miezen: „Ich habe hier mit Mannschaft und Fans einige der tollsten Erlebnisse meines Lebens teilen dürfen, genauso auch tiefe Tiefen erlebt. Das hat uns zusammen geschweißt. Vielen Dank, dafür und der Mannschaft alles Gute für die kommende Saison." Einen besonderen Dank richtet Vogt auch an die Fans, welche die Mannschaft zuletzt besonders eindrucksvoll unterstützt hatten: „Dass wir den Klassenerhalt geschafft haben, ist auch euer Verdienst!“, lobt die Langzeitmieze in ihren Abschiedsworte die Miezenfans.
Sebastian Lindemans
Pressesprecher DJK/MJC Trier
„Ein Kindheitstraum wird wahr!“ - Nadine Rost verstärkt die Miezen

Die 28-jährige Nadine Rost wechselt mit sofortiger Wirkung zu den Trierer Miezen und wird auf der Kreisposition Silvia Solic den Rücken stärken. Für die sympathische Meißenerin geht mit dem Sprung ins Oberhaus ein lange gehegter Traum in Erfüllung. Entsprechend motiviert zeigt sie sich zum Trainingsstart. Ins Auge gefallen war Rost den Trierer Verantwortlichen im Rahmen der Relegationsspiele der 3. Liga, bei der die Kleinen Miezen auf den HC Rödertal trafen, bei dem wiederrum Rost am Kreis die Fäden zog. „Beim Hinspiel in Trier sprach mich Siggi Garbe an und ich konnte es erst nicht wirklich fassen.“, zeigte sich die 1,79 Meter Hochgewachsene überrascht: „Als er mich beim Rückspiel wieder ansprach, fiel der Groschen dann aber, und nach ein paar Wochen und einem Probetraining ging ein riesiger Traum für mich in Erfüllung.“ Miezentrainer Thomas Happe hatte die Kreisläuferin zum Probetraining gebeten und dabei schnell ein Fazit gezogen: „Nadine hat ein gutes Spielverständnis und ist auch technisch auf einem guten Niveau. Für sie wird es nun vor allem darum gehen, sich physisch an die Belastungen der Bundesliga heranzuarbeiten.“ Rost erwartet ein umfangreiches Athletikprogramm, dass sie gerne in Angriff nimmt. „Für mich wird ein Kindheitstraum wahr und darum will ich diese Chance unbedingt nutzen!“, zeigt sie sich kämpferisch und zugleich gut aufgenommen: „Der Verein hat mich unabhängig von meinem Traum sofort überzeugt. Es herrscht eine familiäre Stimmung und alle sind sehr sympathisch.“ Spätestens dann sei für die Kreisläuferin klar gewesen: „Das machst du!“. Der Vertrag von Nadine Rost gilt vorerst für die kommende Saison.
Sebastian Lindemans
Pressesprecher DJK/MJC Trier
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Miezen erhalten Bundesliga-Lizenz ohne Auflagen
Erwartungsgemäß ohne Auflagen haben die Trierer Handball-Miezen die Lizenz für die kommende Bundesliga-Saison erhalten. Bei der Ligatagung wurde auch beschlossen, den bisherigen Modus beizubehalten.
Kassel/Trier. Es war ein formaler Akt, aber der erfüllte Martin Rommel mit Freude. Aus den Händen von Berndt Dugall, dem Vorsitzenden des Frauen-Handball-Bundesliga-Verbands HBF, erhielt der Vorstand der DJK/MJC Trier am Wochenende die Lizenz für die kommende Bundesligasaison. "Ohne Auflagen", wie Rommel betont. Das war Anfang April, nach dem sportlichen Klassenerhalt in der Bundesliga, nicht unbedingt zu erwartengewesen. Erst nachdem Sponsoren den Miezen die nötigen Gelder (nach TV-Informationen über 100 000 Euro) zur Verfügung stellten, um die ausstehenden Gehälter für Spielerinnen und Trainer zu begleichen, war klar, dass die Miezen die Lizenz erhalten werden. "Ich muss mich nochmals bei allen Unternehmen, aber auch dem Vorstand des Vereins bedanken, dass wir dieses erhebliche Finanzproblem aus der Welt schaffen konnten, und nun ohne Altlasten in die neue Saison gehen können", betonte Rommel nach der Ligatagung in Kassel: "Alle zusammen haben einen guten Job gemacht." Nun liege das Hauptaugenmerk darin, einen konkurrenzfähigen Kader zusammenzustellen. Bislang haben die Miezen erst sieben Spielerinnen unter Vertrag, darunter ein Neuzugang - bei fünf Abgängen von Leistungsträgerinnen.
Bis zum offiziellen Trainingsbeginn am 4. Juli wird der Kader noch nicht komplett sein, sagte Rommel, aber bis Ende Juli soll die Mannschaft stehen. Ab dieser Woche befinden sich wieder einige Spielerinnen im Probetraining. Das Ziel bleibt für Rommel wie in den beiden vergangenen Spielzeiten gleich: "Es geht nur um den Klassenerhalt."
Derweil wird der Bundesliga-Modus auch in der nächsten Saison gleich bleiben. Darauf einigten sich die Vertreter der Erst- und Zweitligisten. Nach den 22 Spieltagen der Normalrunde folgen die Play-off-Viertelfinals, Halbfinals und Endspiele. Die beiden letzten Mannschaften steigen ab, aus der 2. Liga steigen zwei Teams auf. Gearbeitet wird bei fast allen Vereinen noch am Spielplan.
Ein für November geplanter Spieltag wird wegen eines Turniers der Nationalmannschaft vorgezogen, bei den Miezen sind noch drei Heimspieltermine offen, da sie mit anderen Veranstaltungen in der Arena kollidieren. Die Partie am 1. Oktober gegen Leverkusen (wegen "Verstehen Sie Spaß?"), das Spiel gegen Frankfurt/Oder am 31. März wegen "Holiday on Ice" und der Rückrundenauftakt gegen Buxtehude (14. Januar) wegen dem Autosalon. Bis 31. Juli haben die Miezen Zeit, ihre Heimspieltermine zu koordinieren. Saisonstart ist am 3. September beim Vizemeister Buxtehuder SV. Im Rahmen der Ligatagung wurde Martin Rommel als einer von vier Delegierten für den DHB-Bundestag Ende September in Wiesbaden gewählt. BP
Aus der Jugend in die Bundesliga: Katrin Premm verlängert
„Katrin wurde immer wieder ins kalte Wasser geworfen und hat ihre Sache dabei durchweg gut gemacht und gezeigt, dass sie sich mit voller Kraft für die Belange der Mannschaft einsetzt.“, resümiert Miezentrainer Thomas Happe das Bundesligajahr der 19-Jährigen und freut sich auf die weitere Entwicklung ihrer Fähigkeiten: „Junge Spielerinnen können mit dem nötigen Willen und Fleiß konsequent Schritte nach vorne machen und wir werden Katrin im Training wie im Spiel dazu alle Möglichkeiten geben.“
Premm selbst zeigt sich dankbar für diese Erfahrungen im Oberhaus: „Der Unterschied zur Dritten Liga ist schon enorm und in manchen Spielen hatte ich mit dem hohen Niveau auch noch zu kämpfen, aber ich bin unserem Trainer sehr dankbar dafür, dass er mir diese relativ langen Einsatzzeiten gegeben hat.“, so Premm, die sich für die kommende Spielzeit ehrgeizig, aber zugleich mit viel Freude am Handball zeigt: „Ich will weiter an mir arbeiten und meinem Ziel ein Stück näher zu kommen, einmal einen Stammplatz bei den Miezen zu erreichen.“ Und auch abseits des Feldes macht die Abiturientin keine halben Sachen. Neben ihrer erfolgreichen Reifeprüfung erhielt sie für ihre hervorragenden Leistungen den „Pierre-de-Coubertain-Abiturpreis Sport“ des Landes Landessportbundes Rheinland-Pfalz und des Bildungsministeriums.
Sebastian Lindemans
Pressesprecher DJK/MJC Trier
22.06.11
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Donnerstag · 16.06.2011 · 12:25 Uhr · PM DJK/MJC Trier
Trierer Publikumsliebling Jana Arnosova hängt ein Jahr dran

Jana Arnosova - ein weiteres Jahr im Trikot der "Miezen" - Foto: TriSign
Rechtaußen Jana Arnošovà hat ihren Vertrag bei den Miezen um ein Jahr verlängert. Die 33-jährige Tschechin will dem Trierer Bundesligahandball auch in der kommenden Saison treu bleiben und nimmt dafür eine weitere Spielzeit unter der Doppelbelastung von Beruf und Sport auf sich.
2005 war Arnošovà erstmals für die Miezen aufgelaufen und entwickelte sich umgehend zu einem Publikumsliebling. Entsprechend deutlich forderten ihre Fans im Internet, aber auch persönlich, eine weitere Saison der Rechtaußen im Trikot der Trierer Miezen. Diese Rufe blieben nicht ungehört: "Das positive Feedback war ein ganz wichtiger Faktor bei der Entscheidung. Insgesamt ist mir Trier einfach ans Herz gewachsen und wenn ich hier bin und noch fit genug, warum sollte ich bei einer solchen Reaktion der Fans dann nicht nochmal mit anpacken?", zeigt sich Arnošovà durchaus gerührt von den Bekundungen der Unterstützer.
Für die 88-fache Nationalspielerin, die Vollzeit in einem Trierer Werbetechnikstudio arbeitet, bedeutet dies jedoch eine nicht zu unterschätzende Doppelbelastung. Dennoch will Sie das weitere Jahr keineswegs mit gebremstem Schaum angehen: "Es wird definitiv meine letzte Bundesligasaison sein, da die Doppelbelastung hoch ist und auch die Verletzungsgefahr immer mehr steigt. Aber ich habe noch immer sehr großen Spaß und werde wie immer alles geben. Das ist für mich selbstverständlich."
Miezentrainer Thomas Happe freut sich darüber, eine ebenso sportlich wertvolle wie sympathische Spielerin im Kader erhalten zu können: "Dass wir Jana sportlich gut gebrauchen können, ist keine Frage. Aber ich denke, dass sie darüber hinaus mit ihrer Erfahrung und ihrem Charakter auch mannschaftsintern eine wichtige Rolle spielen wird. Das sollte man keineswegs unterschätzen", so der Cheftrainer, der seiner Spielerin das hohe Engagement entsprechend anrechnet: "Es ist nicht leicht, eine Arbeitsstelle und Profisport unter einen Hut zu bekommen. Aber bei Jana können wir darauf vertrauen, dass der Sport zu jeder Zeit höchste Priorität genießen und sie mit voller Kraft dabei sein wird."
Miezen verpflichten polnische Nationalspielerin für den Rückraum
Die
Trierer Miezen können den ersten Neuzugang für die kommende Saison
vermelden. Im rechten Rückraum wird künftig die polnische
Nationalspielerin Lucyna Wilamowska für die Miezen auf Torejagd gehen.
Die
25-jährige Polin sammelte als großes Handballtalent schon mit 16 Jahren
erste Erfahrungen in der höchsten polnisches Liga. Bis 2008 spielte sie
dabei für das Spitzenteam aus Danzig und gewann mit diesem 2004
erstmals die polnische Meisterschaft, sowie 2005 den polnischen Pokal.
Drei zweite und zwei dritte Platzierungen zeigen die Stärke ihres Teams,
mit dem sie zudem von 2003-2008 sechs Mal in Folge den Polish Academic
Championsship gewann.
Nach zwei Jahren in der norwegischen Liga
wechselte die 1,75 Meter große Nationalspielerin im vergangenen Jahr zu
den Elbhexen in die Zweite Bundesliga. Nun wartet für Wilamowska eine
verantwortungsvolle Aufgabe bei den Erstligahandballerinnen der Trierer
Miezen. Miezentrainer Thomas Happe betont die Bedeutung der
Neuverpflichtung: „Ein Fokus bei der Suche nach weiteren Spielerinnen
liegt auf der Schaffung eines schlagkräftigen Rückraums. Lucyna ist dazu
ein wichtiger Baustein.“, freut sich der Coach auf die Rechtshänderin.
Der
Miezenvorstand zeigt sich ebenfalls erfreut über den ersten Neuzugang
der Saison und betont die besondere Auslese: „Für uns als Vereinsführung
ist es wichtig, finanziell keine Risiken einzugehen und dementsprechend
muss einerseits der Kostenaspekt bei neuen Verträge innerhalb des
Möglichen liegen und andererseits die Leistung zu einhundert Prozent
stimmen.“ Wilamowska musste sich zuvor im Probetraining bei Thomas Happe
beweisen. Der Trainer signalisierte am Ende sein Interesse an der
sympathischen Polin: „Jede Neuverpflichtung muss in unser Konzept passen
und ich denke, dass Lucyna die Fähigkeiten besitzt, den Anforderungen,
die wir an sie stellen, gerecht zu werden.“ Wilamowska erhält in Trier
einen Ein-Jahres-Vertrag.
Sebastian Lindemans
Pressesprecher DJK/MJC Trier
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Kaderplanung läuft - drei Abgänge bei den Miezen
Die
Trierer Miezen arbeiten derzeit intensiv an der Kaderplanung für die
kommende Saison. Während bereits mehrere Gespräche mit potentiellen
Neuzugängen laufen, haben Jelena Popovic, Willemijn Karsten und Tessa
Cocx neue Vereine gefunden. Die drei Akteurinnen verlassen Trier aus
jeweils ganz unterschiedlichen Beweggründen. Der Verein dankt den Dreien
ganz herzlich für den aufopferungsvollen Kampf in der abgelaufenen
Saison. Die Trierer Top-Torschützin Jelena Popovic wird in der kommenden
Saison im französischen Brest auflaufen. Der Verein bedauert den Abgang
der 26-jährigen Serbin, konnte die Rückraumspielerin aber nicht weiter
verpflichten: „Wir hätten Jelena natürlich sehr gerne wieder im Team
gehabt. Aber mit den ihr vorliegenden Angeboten konnten wir finanziell
definitiv nicht mithalten und als Berufshandballerinmuss Jelena solche
Angebote natürlich nutzen.“, erklärt
MJC-Manager Martin Rommel: „Wir
danken ihr und wissen, dass der Schritt auch für sie nicht leicht
gewesen ist, weil sie sich in Trier gut eingelebt hatte.“
Ebenfalls
eine neue Herausforderung wartet auf Willemijn Karsten. Die
Niederländerin wechselt zum diesjährigen Meisterschaftsfavoriten
Thüringer HC: „Für mich ist es ein Schritt nach vorne und ich kann dort
auch international spielen.“, erklärt die 24-Jährige und erhält von
Martin Rommel ein Lob für die geleistete Arbeit: „Willemijn hat in der
vergangenen Saison einen wirklich engagierten Job
in Trier geleistet
und das ist vom Thüringer HC ebenso gesehen worden“. Karstens Landsfrau
Tessa Cocx wird die Miezen in Richtung des derzeitigen Zweitligisten Bad
Wildungen verlassen. Grund hierfür ist ihr Lebenspartner, der beim
nahegelegenen Bundesligisten Ahlen-Hamm spielt. Die Vipers aus Bad
Wildungen
haben gerade den Einzug in die Aufstiegsplayoffs für die erste
Bundesliga erreicht. „Auch Tessa gilt natürlich unser herzlicher Dank
und auch ihre, ganz persönlichen Gründe, können wir verstehen. Darum
wünschen wir auch ihr alles Gute für die Zukunft.“, dankt Rommel der
27-jährigen Kreisläuferin.
Sebastian Lindemans
Pressesprecher DJK/MJC Trier
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Drei Verlängerungen - Solic, Lennartz und Derbach bleiben in Trier
Die Trierer Miezen haben die ersten Verträge für die kommende Spielzeit verlängert. Neben Anna Monz und Megane Vallet, die beide jeweils noch gültige Verträge für die kommende Saison besitzen, einigten sich Silvia Solic, Eva Lennartz und Judith Derbach bereits mit der Vereinsführung über die Vertragsmodalitäten für die Zusammenarbeit in der 12. Erstligasaison der Miezen.
Triers Coach Thomas Happe zeigt sich über die Vertragsverlängerungen sehr erfreut: „Es ist wichtig für uns, mit diesen fünf Spielerinnen die ersten Konstanten in der Mannschaft zu haben, um die herum wir jetzt den weiteren Kader, insbesondere die Neuzugänge, aufbauen können.“ Alle drei Spielerinnen erhalten einen Ein-Jahres-Vertrag und sind bereits seit längerer Zeit im Trierer Team. Kreisläuferin Silvia Solic ist 2008 zu den Miezen gestoßen und half im vergangenen Jahr insbesondere durch ihre breiten Einsatzmöglichkeiten. Auch ein Bruch in der Mittelhand konnte die 28-Jährige nicht wirklich stoppen. Eva Lennartz ist ein Eigengewächs der Miezen und bereits seit 1998 im Verein. Die 23- Jährige kam auf der Linksaußen-Position immer wieder zu Einsätzen und sammelte so immer mehr Bundesligaerfahrung. Judith Derbach ist ebenfallstief in Trier verwurzelt und kam 2007 von der DJK St. Matthias zu den Miezen.Die 24-Jährige Rechtsaußen konnte in der vergangenen Saison ebenfalls viel
Erstligaerfahrung sammeln und einige Tore zum Erfolg der Miezen beisteuern.Keiner Verlängerung bedarf es bei Anna Monz, die bereits seit 2006 für die Miezendas Tor hütet und früh Verantwortung übernehmen musste. Die 21 Jahre junge Monz hat noch einen Vertrag bis Ende der kommenden Saison. Gleichesgilt für Megane Vallet. Die 22-Jährige Französin spielt auf der linken Außenbahn für die Miezen und gehört ebenfalls schon seit 2007 zum Miezenteam. Miezen-Manager Martin Rommel betont das Bestreben, eine personelle Konstanz mit jungen Spielerinnen in Trier weiter sicherzustellen: „Wir sind einerseits immer wieder auf Neuzugänge angewiesen, weil wir uns finanziell einfach nach der Decke strecken müssen und bei Spielerinnen wie Jelena Popovic nicht mit den überaus lukrativen Angeboten internationaler Spitzenteams mithalten können. Die langjährigen Bindungen von früher sind nicht mehr selbstverständlich, aber mit unserem jungen und talentierten Kern wollen wir doch eine personelle
Konstanz erzeugen, die neben der großen sportlichen Bedeutung auch für die Identifikation der Zuschauer mit der Mannschaft sehr wichtig ist.“