DJK/MJC Trier II – TSG Ober-Eschbach 23:26 (12:16)

(R.S.) Da konnte Triers Trainer Igor Domaschenko seinen Trainerkollegen Eckhard Weber nur beneiden: Während die Mannschaft aus Ober-Eschbach mit vollem Kader auflief, blieb die Trierer Bank spärlich besetzt. In Anbetracht der personellen und körperlichen Überlegenheit der Gäste „verkauften“ sich die kleinen Miezen jedoch achtbar. Es wurde ein hartes Stück Arbeit für den Titelfavoriten aus Ober-Eschbach bevor der Sieg endgültig feststand. Gegen kleinen Miezen mussten die TSG’lerinnen bis in die Schlußminuten um ihren Sieg bangen. Zwei infolge beim Spielstand von 22:25 von den Gastgeberinnen vergebene Siebenmeter sollten das Spiel letztlich entscheiden. Der Sieg der Gäste ging aufgrund der Tatsache, dass sie ihre Führung nie abgaben und personell erheblich mehr Alternativen als die kleinen Miezen auf dem Platz hatten, in Ordnung.

Mit einer offensiven Abwehrformation starten die Gastgeberinnen, hielten den Rückraum der Gäste damit von ihren Distanzwürfen ab, kassierten aber allein acht Treffer im ersten Spielabschnitt über den Kreis. Über 0:1 und 2:5 behaupteten die Gäste ständig ihren zwei oder drei Tore-Vorsprung, profitierten in der Anfangsphase auch von den technischen Fehlern der MJC Spielerinnen. So unterliefen Nachwuchstalent Lisa Rolinger gleich drei technische Fehler im Angriff und folgerichtig gab Trainer Igor Domaschenko ihr die notwendige Auszeit. Auch die Umstellung des Trierer Abwehrverbandes auf eine defensivere Formation sollte zunächst keinen Erfolg bringen. Ober-Eschbach baute die Führung kurz vor dem Wechsel auf 10:16, aus, ehe die im ersten Spielabschnitt überragenden MJC Spielerinnen Megane Vallet und Nathalie Adeberg, die trotz ihrer Oberschenkelverletzung spielte, den Rückstand zur Pause erträglicher machten. Allein 10 Treffer steuerten Vallet und Adeberg zum 12:16 aus Sicht ihrer Mannschaft bei.

Die stärkste Phase im Trierer Spiel kam nach der Pause. Mit schnellen Armen und Beinen in der Abwehr fingen die kleinen Miezen jetzt mehr und mehr TSG Angriffe ab, Ober-Eschbach zeigte sich ideenlos und als auch noch Katrin Premm endlich den Mut zum Torabschluss hatte, kämpften und spielten sich die Gastgeberinnen heran, glichen unter dem Jubel ihrer Fans in der 40. Minute sogar zum 19:19 aus! Genau zum richtigen Zeitpunkt nahm Gästetrainer Eckhard Weber jetzt die Auszeit und den Triererinnen den Schwung. Die kurze Deckung gegen Nathalie Adeberg machte dann die Misere der kleinen Miezen deutlich. Es fehlen einfach die Alternativen. Domaschenko ist gezwungen, mit Adeberg, Vallet, Premm und Zelmel durch zu spielen. Über 19:21 und 21:23 gelangen den Gästen die erneute drei Tore-Führung beim 22:25, ehe die vergebenen Strafwürfe die Niederlage der kleinen Miezen besiegelten. Überhaupt nicht ins Spiel fand Lena Zelmel, die in den bisherigen Spielen zu den Leistungsträgerinnen des Teams zählte. Katrin Premm wurde erst nach dem Wechsel wach, erzielte sämtliche ihrer Treffer im zweiten Spielabschnitt. Obwohl die Mannschaft kämpferisch alles gab, müssen bald personelle Alternative her, will man auch gegen die stärksten Teams der Liga eine Chance haben. Beste Spielerin auf dem Platz war erneut Megane Vallet, die sowohl kämpferisch als auch spielerisch überzeugte, allerdings einige hundertprozentige nicht im TSG Kasten versenkte.

 „Wir haben teilweise in der Abwehr zu offensiv agiert und zu viele Tore über den Kreis kassiert. Dennoch bin ich mit der kämpferischen Leistung meiner Mannschaft zufrieden“, lobte Trainer Igor Domaschenko.

Monz und Bocka – Premm (5), Zelmel (1), Rolinger, Vallet (7), Adeberg (8/2), Hahn (2), Pötters, Oeffling, Sattler.

1. FC Köln – Roude Léiw Bascharage 27:28 (11:13)

Nach zwei Niederlagen in Folge melden sich die roten Löwinnen zurück! Das Team von Trainer Claude Weinzierl besiegt den Meisterschaftsfavoriten aus Köln. Dabei hatte die Mannschaft den Ausfall der Stammtorhüterin Amalia Saftoui zu verkraften, die sich im Abschlusstraining verletzte und so musste die erst 18 jährige Norah Hansen die gesamte Spielzeit durchspielen. 14 Tage lang hatten die Löwinnen hart im Training gearbeitet und viel geredet. „Wir hatten uns was vorgenommen und letztlich gibt es von der Mannschaft viel Positives zu berichten. Zahlreiche Fans haben die Fahrt nach Köln mitgemacht und konnten sich zurecht über den Sieg freuen. Das Comeback ist gelungen“, freute sich Weinzierl.

Seine Mannschaft trat diszipliniert auf, bot eine mannschaftliche geschlossene Leistung und bot dem Meisterschaftsfavoriten eine ausgeglichene Anfangsphase bis zum 6:6. Erst danach gelang es Köln, sich auf 10:7 abzusetzen, doch die Löwinnen ließen sich nicht beeindrucken, zeigten die erforderliche Reaktion und drehten mit sechs Toren in Folge das Spiel zum 10:13! Kurz vor dem Seitenwechsel gelang den Gastgeberinnen der Anschlusstreffer zum 11:13.

Nach dem Wechsel bestimmten die Gäste weiterhin souverän das Spielgeschehen, zogen über 11:17 auf 14:20 in der 43. Minute davon und alles deutete auf einen klaren Auswärtserfolg der Weinzierl-Truppe hin. Doch dann folgte der Auftritt der Unparteiischen Gehle / Osebold, die mit zweierlei Maß bestraften. Es hagelte Zeitstrafe gegen die Gäste, die nun ständig in Unterzahl spielten. 10 Zeitstrafen gegen die Löwinnen und die rote Karte gegen Nadine Braconier wegen ihrer dritten Zeitstrafe standen in keinem Verhältnis zu den drei Zeitstrafen für Köln. Bascharage stand teilweise mit nur vier Feldspielerinnen auf dem Platz und Köln nutzte die Gunst der Stunde und verkürzte auf 22:24! „Wenn wir komplett waren, war Köln mit unserer Abwehr überfordert, in Überzahl waren die Domstädterinnen erfolgreich“, gab Weinzierl zu. Vollzählig gelang den Löwinnen dann die Führung zum 23:27 in der 54. Minute, mußte aber die letzten sechs Minuten ständig in Unterzahl bestreiten. Am Ende reichte es zu einem verdienten Auswärtserfolg für die Löwinnen, der aufgrund der mannschaftlichen Geschlossenheit, der Disziplin und der mannschaftlichen Geschlossenheit in Ordnung geht.
„Norah Hansen im Tor hat einige tolle Phase im Spiel gehabt“, lobte der Löwinnen-Coach.

Hansen – Steuer, Braconnier, Rogucka (5/2), Goraj (6), Pimenta (1), Muller, Pal (6), Urban (7/2), Thill, Welter (3).


DJK/MJC Trier II – TSG Ober-Eschbach

(Samstag 19.30 Uhr Mäusheckerweghalle)

(R.S.) Zufrieden dürften die Verantwortlichen der TSG Ober-Eschbach mit dem bisherigen Saisonverlauf sein. Die Mannschaft gewann ihre beiden Heimspiele, kassierte lediglich beim Meisterschaftsfavoriten in Köln eine knappe Niederlage und strebt jetzt in Trier den ersten Auswärtserfolg an. Auf jeden Fall will die Mannschaft ganz vorne in der 3. Liga mitspielen und perspektivisch sogar das Tor zur 2. Liga in ein oder zwei Jahren aufstoßen. Dazu sollen die Verpflichtungen von sieben Neuzugängen beitragen, von denen besonders  Katja Gahn, eine 23-jährige Linkshänderin mit viel Erfahrung und  Tina Knoblauch vom SC Riesa, eine zweitligaerfahrene Spielerin, die die Lücke auf der Rechtaußenposition schließen soll, beitragen. Die Spielerinnen wurde unter dem Anforderungsprofil Spielstärke, Teamfähigkeit, absoluter Erfolgswille und Disziplin verpflichtet und der bisherige Saisonverlauf scheint die Vereinsverantwortlichen auf ihrem Weg zu bestätigen.

Bei den kleinen Miezen steht den Gästen eine erste Standortbestimmung bevor, zumal die Gastgeberinnen mit ihrem Saisonziel Klassenerhalt die Messlatte niedriger aufgelegt haben. Ob die kleinen Miezen allerdings in der Startaufstellung des letzten Spiels antreten können, liegt in den Händen der Ärzte. Sie werden entscheiden, ob Nathalie Adeberg, die derzeit in blendender Verfassung ist, im Rückraum der Triererinnen auflaufen kann. Sie laboriert an einer Oberschenkelverletzung. „Ich habe den Gegner auf Video studiert und denke, dass hier ein Meisterschaftsfavorit antreten wird. Ein junges Team mit guten Abwehrformationen, das auch variablen Angriffshandball spielt. Ich erwarte ein richtige Prüfung für mein Team“, ahnt MJC Coach Igor Domaschenko.

FC Köln – Roude Léiw Bascharage (Samstag 19.30 Uhr)

Wie hoch sind die drei bisherigen Kölner Erfolge und damit verbunden Tabellenplatz 1 einzustufen und wie präsentiert sich Vorjahresmeister Roude Leiw Bascharage nach seinen beiden Auftaktniederlagen in der Domstadt? Diese Fragen lassen sich erst nach dem Match beantworten. Doch Köln ist nach dem hervorragenden vierten Platz in der letzten Saison arg durchgerüttelt worden. Gleich 10 Spielerinnen standen Trainerin Geertje Oldermann für die neue Saison nicht mehr zur Verfügung, der Verein musste tätig werden. Aufgrund der guten Kontakte der Trainerin kamen sieben Neue zum 1.FC, von denen die Torhüterpositionen mit Lena Knipprath (TuS Weibern) und Marina Schwalen (VfL Bardenberg) überdurchschnittlich stark besetzt sind. Mit Inga Etheber kommt ein zweitligaerfahrende Kreisläuferin aus Weibern nach Köln und ergänzt mit Tatjana Schönfeldt (TSF Ludwigsfeld) und Alexandra Pauli (Vfl Oldenburg) die Mannschaft. Ob die zweitligaerfahrene Fabianne Voss nach ihrer Schulterverletzung in Trier auflaufen wird, scheint fraglich. Besonders angetan zeigte sich Oldermann von der kampfstarken Katharina Ende (HSG Stemmer/Friedewalde).

„Köln gehört für mich zum absoluten Favoritenkreis, sind werden am Ende mit Ober-Eschbach den Titel unter sich aus machen. Ein sehr robustes Team mit einem Gardemaß von 1,80m, das für uns eine harte Nuss werden wird. Wir haben in der spielfreien Woche sehr hart gearbeitet und werden in dieser Woche die Aggressivität in Abwehr und Angriff verbessern. Von Löwinnen kann derzeit keine Rede sein, eher von Schmusekätzchen“, findet Löwinnen Coach Claude Weinzierl. Allerdings sieht Weinzierl erstes Licht am Ende des Tunnels: „Keine Spielerin ist derzeit mit ihrer Leistung zufrieden, das ist der erste Schritt in die richtige Richtung. Die Mädels haben sich einiges vorgenommen, ich lasse mich mal überraschen“.