Tabelle und Ergebnisse


Bringen die Derbies am kommenden Wochenende eine Vorentscheidung um die Meisterschaft?

TV Bitburg – HSG Wittlich (Samstag 18 Uhr Edith Stein Hauptschule)

Ausgangslage: Ein Eifelderby mit besonderer Brisanz. Nach der Niederlage der HSG Wittlich beim Tabellenletzten in Urmitz schrillen die Alarmglocken, die Abstiegsplätze rücken näher. Bitburg dagegen könnte nach dem Patzer der Niederlage des Tabellenführers im Hunsrück-Derby wieder Richtung Titel schielen, kann sogar den Titel aus eigener Kraft gewinnen. Doch weit gefehlt: „Wir schauen nur von Spiel zu Spiel und nicht Richtung Meisterschaft!“, erklärt Trainer Janosh Klimek, der sich allerdings die Chance nicht mit einem Punktverlust gegen einen mittlerweile in Gefahr geratenen Gegner nehmen lassen will. „Drei Wochen hatten wir Spielpause, brennen auf das Spiel gegen Wittlich“, meint der TVB Coach. Einig sind sich die beiden Trainer darin, dass jetzt die entscheidende Phase im Kampf um Meisterschaft und Abstieg eingeläutet wird.

Personal: Auf Seiten der Gastgeber hofft man auf den Einsatz von Stefan Steinbach. Auf Wittlicher Seite fehlen die Langzeitverletzten Rene Wingels, Damian Malmedy und Patrick Clemens.

Prognose: Wir haben gut gearbeitet, konzentrieren uns nicht auf die Meisterschaft sondern auf Wittlich. Die Niederlagen der Gäste in den letzten Wochen fielen immer knapp aus. Sicher waren wir auch vom Trainerwechsel überrascht, doch wir wollen den Gast nicht auf die leichte Schulter nehmen. Ich verlange von meinen Spielern volle Konzentration und hoffe, dass sie viel in dieses Spiel investieren“, so Klimek. Für Wittlichs Interimstrainer Rene Wingels sind die Gastgeber „als Kollektiv besser. Auch individuell stellt Bitburg die besseren Spieler. Deshalb geht die Favoritenrolle klar an den TVB. Unser Ziel muß es sein, Bitburg, die zurecht auf Platz 2 stehen, solange wie möglich zu ärgern“.

 

SG Gösenroth/Laufersweiler – TV Bad Ems (Samstag 19.30 Uhr Rhaunen)

Ausgangslage: Aufsteiger Gösenroth/Laufersweiler hat zwischenzeitlich das Abstiegsgespenst vertrieben, liegt auf Platz 5 der Tabelle und kann mit einem Sieg gegen Bad Ems den Gast vom 4. Platz verdrängen und damit ins obere Tabellendrittel vorstoßen. Beeindruckend auch die Serie der SG, die nun seit fünf Spieltagen von Sieg zu Sieg eilt. „Das soll so weitergehen“, gibt sich Trainerin Jutta Holl kämpferisch, gibt aber auch zu, dass in einigen Fällen auch das Glück der SG hold war.

Personal: Timo Peltsch und Jury Seidensahl werden fehlen, dafür sollten Arne Tatsch und Florian Hübner wieder zur Verfügung stehen.

Prognose: „Vor allem den starken Rückraum der Gastgeber müssen wir in den Griff bekommen, hatten bei der Hinspielniederlage keinen guten Tag und wollen jetzt für eine Überraschung sorgen“, so die SG Trainerin.

 

HSG Kastellaun/Simmern – HSG Irmenach/Kleinich/Horbruch (Samstag 19.30 Uhr Kastellaun)

Ausgangslage: Die abstiegsgefährdeten Gastgeber erwarten den Tabellenführer, der nach der Niederlage im Hunsrück Derby gegen Gösenroth/Laufersweiler den sicheren Vorsprung an der Tabellenspitze eingebüßt hat und sich keine erneute Derby-Niederlage leisten darf, sonst hat Verfolger Bitburg die Nase vorn. „Es ist für uns das zweite Derby in Folge. Sicher rechnet sich die HSG Kastellaun/Simmern nach unserem Debakel im Derby vor heimischer Kulisse gegen die SG Gösenroth/Laufersweiler eine Chance aus. Wir können uns jetzt einfach keine Niederlage mehr leisten. Der Gegner ist schwer einzuschätzen, einige Titelfavoriten haben dort bereits verloren. Die sind heiß auf uns“, ahnt HSG Trainer Markus Bach

Personal: Maxim Shalimov steht nach seiner auskurierten Verletzung wieder zur Verfügung.

Prognose: „Wir müssen im Angriff den Ball sauber laufen lassen. Mit guten Spielzügen werden wir versuchen, über den Kreis zum Erfolg zu kommen. Auf das „harzfreie“ Spiel bereiten wir uns jetzt schon seit geraumer Zeit vor. Unsere Abwehr muß endlich zeigen, dass sie kapiert hat, auf was es ankommt. Nach dem Spiel wissen wir, wo unser Weg hingeht“, meint Bach.

 

TV Welling – HSC Schweich (Samstag 19.30 Uhr)

Ausgangslage: Bereits zum drittenmal in dieser Spielzeit stehen sich die beiden Mannschaften gegenüber. Im Pokalwettbewerb vor Saisonbeginn konnte der TV Welling das Spiel nach Verlängerung gewinnen. Im Heimspiel in der Hinrunde setzte sich Schweich knapp mit 2 Toren durch. Die letzten beiden Heimspiele konnten die Gastgeber aus Welling nicht gewinnen und stehen nun mit nur 7 Pluspunkten mächtig unter Zugzwang.

Personal: Krankheitsbedingt fehlen unter der Woche einige Spieler im Training, aber bis zum Wochenende hofft HSC Trainer Andreas Rosch wieder auf seine Bestbesetzung.

Prognose: „Wir müssen von Beginn an sehr konzentriert an die Aufgabe herangehen und die Gastgeber in ihrer ungewöhnlichen Halle und den sehr lautstarken Zuschauern nicht ins Spiel kommen lassen. Dann erhoffe ich mir diesmal mit 2 Punkte aus Welling heimzukehren und somit den dritten Tabellenplatz zu verteidigen“, so der HSC Coach.

SV Urmitz – HSG Biewer/Pfalzel (Sonntag 17 Uhr)

Ausgangslage: Der Tabellenletzte aus Urmitz steht mit dem Rücken zur Wand, trifft mit der HSG auf eine Mannschaft, die mit dem Abstiegskampf nichts mehr zu tun hat, für die aber nach der Saison scheinbar das Kapitel HSG beendet ist. Wie aus gut unterrichteten Kreis zu hören ist, einigten sich die Stammvereine auf die Auflösung der HSG. Zu diesem Thema wollte HSG Trainer Marc Köhler, der nach seiner Achillessehnenoperation krank ist und seinem Team weder im Training noch am Sonntag zur Verfügung steht, nicht äußern. Die Trainingsarbeit und das Coaching hat zwischenzeitlich Christian Stein übernommen.

Personal: Christian Stein wird aufgrund seiner Rückenprobleme nicht spielen, übernimmt aber das Coaching.

Prognose: „Die Gäste stehen mit dem Rücken zur Wand, werden alles gegen uns versuchen. Wir müssen aufpassen, nicht mit einer Niederlage unten rein zu rutschen. Bislang haben wir immer gegen Urmitz gut ausgesehen. Wenn wir das Spiel gelassen angehen, unsere Chancen konsequent nutzen und unsere spielerischen Vorteile in die Waagschale werfen, werden wir die Halle als Sieger verlassen“, gibt sich Köhler optimistisch.