Borussia Dortmund II – DJK/MJC Trier II 24:29 (11:16)

(R.S.) Das Duell der Bundesligareserven endet mit einem verdienten Erfolg der kleinen Miezen, die damit der Borussia die dritte Saisonniederlage beibringen und weiterhin auf dem Spielfeld ungeschlagen bleiben. Bekanntlich musste das Team das Auftaktmatch gegen Beyeröhde kampflos aufgrund der personellen Probleme abgeben. Das Team von Trainer Igor Domaschenko kam zu einem klaren 24:29 (11:16) Erfolg!

„Es war aber nicht so einfach, wie das Ergebnis dies widerspiegelt“, meinte Domaschenko. Ähnlich wie die kleinen Miezen versuchen die Ruhrstädter nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben, wollten eigentlich so schnell wie möglich den Abstand zu den letzten drei Plätzen vergrößern, laufen aber jetzt ihrem Saisonziel bereits weit hinterher. Die kampfstarken Gastgeberinnen begannen wie die kleinen Miezen mit einer offensiven 5:1 Abwehr, mussten aber den Gästen die schnelle 0:2 Führung in der 2. Minute überlassen. Allerdings ließen sich die Gastgeberinnen nicht abschütteln und blieben bis zur 20. Minute mit einem oder zwei Treffern dran. Erst nach dem 6:8 und der Umstellung des Abwehrverbandes durch Trainer Domaschenko auf eine defensivere Variante zeitigte den Erfolg. Tor um Tor gelang es jetzt, sich abzusetzen. Dank der erneut starken Torhüterleistungen von Anna Monz und Anna Bocka, die sich im MJC Kasten abwechselten und mit 50 Prozent gehaltener Bälle, überzeugten und einer guten aggressiven Abwehr, die von Katrin Premm organisiert wurde, setzten sich die Gäste zur Pause deutlicher auf 11:16 ab. Vom schnellen Umschalten aus der Deckung profitierten die pfeilschnellen Lena Zelmel und Megane Vallet, die so ihre Treffer markierten. Aus dem Positionsspiel heraus überzeugte erneut Nathalie Adeberg im Miezen Rückraum, nicht ihren stärksten Tag im Angriff erwischte an diesem Spieltag allerdings Katrin Premm. „Die Mannschaft hat insgesamt clever gespielt, aber zu viele technische Fehler gemacht“, urteilte Domaschenko zur Pause.

Nach dem Wechsel versuchten die Borussen mit abwechselnden Manndeckungen gegen Megane Vallet und Nathalie Adeberg den Spielrhythmus der Gäste zu stören. Doch darauf hatten die kleinen Miezen jederzeit eine Antwort und setzten sich trotz des wesentlich kleineren Kaders bis zur 54. Minute auf 18:24 ab, um letztlich einen ungefährdeten Sieg einzufahren.

Monz und Bocka – Premm (1), Vallet (6), Adeberg (10/4), Hahn (2), Zelmel (10), Pötters, Oeffling, Rollinger, Sattler


Borussia Dortmund II – DJK/MJC Trier II (Samstag 19.30 Uhr)

(R.S.) Mit zwei Auftaktniederlagen verlief die Startphase der Bundesligareserve aus Dortmund anders als sich dies die Verantwortlichen vorgestellt hatten. Um dem Ziel Klassenerhalt früh näher zu kommen, womöglich sogar einen Mittelfeldplatz zu belegen, sollten schnell die Punkte gesammelt werden. Bislang ist dies nicht gelungen und so steht die neue Trainerin Sandra Rother am Samstagabend im Duell der Bundesligareserven gegen die kleinen Miezen schon mächtig unter Druck. Rother selbst verfügt über reichlich Erst- und Zweitligaerfahrung (Wambel, Minden und Greven), vertraut dem letztjährigen Oberligakader und konnte das Team um die grossgewachsene Magdeburger Rückraum-Nachwuchskraft Daniela Franke verstärken. Neben dem Saisonziel steht beim Gastgeber die Ausbildung der Perspektivspielerinnen im Vordergrund. Eine wesentliche Rolle spielt dabei Linkshänderin Carolin Stallmann.

Die kleinen Miezen fahren nach dem deutlichen Erfolg im Duell gegen Abstiegskandidat Lobberich optimistisch ins Ruhrgebiet. Trainer Igor Domaschenko kann dabei auf den Personalstamm der letzten Woche vertrauen, der einen eindrucksvollen Start-Ziel Sieg über Lobberich hinlegte. Allerdings warnt Domaschenko davor, den Gastgeber mit seinen zwei Niederlagen zu unterschätzen: „Die knappen Niederlagen beweisen, dass wir hier auf eine spielstarke Mannschaft treffen werden. Mannschaften wie Köln und Kleenheim gehören zum erweiterten Kreis der Favoriten und hier hat sich der Gastgeber sehr achtbar aus der Affäre gezogen“, meint der MJC Coach. Taktisch gut eingestellt will Domaschenko seine Mannschaft auflaufen lassen. Dabei wird sicherlich das Videostudium des Gastgebers helfen. Noch sieht Domaschenko sein Team in einer Eingewöhnungsphase, da das Zusammenspiel verbessert werden muß. Am letzten Wochenende war es sehr gute Einzelleistungen vor allem von Megane Vallet, Nathalie Adeberg und Katrin Premm, die den Sieg über Lobberich bescherten.

„Wir werden mal sehen, wie Dortmund auflaufen und vor allen Dingen sind wir auf die Abwehrformation der Gastgeberinnen gespannt“, so der MJC Coach.