Tabelle 2010 - 2011 |
05.08.2010
Alte Hasen und junge Wilde
HSG Wittlich geht mit junger Mannschaft und erfahrenem Trainer in die neue Rheinlandligasaison

(Wittlich)(R.S.) Vier Jahre war er weg vom Handballgeschehen der hiesigen Region, den Kontakt zum Handball hat er jedoch nie verloren. Die Rede ist von Michael Göbel (46), der berufsbedingt der Region den Rücken kehrte, sich aber in dieser Zeit als Handballtrainer weitergebildet hat. „Ich habe viele Kontakte zu Bundesligateams gehabt und die Zeit genutzt, mir das ein oder andere anzueignen“, verrät Göbel.
Vier Wochen vor Ende der letzten Saison klingelte dann überraschend das Telefon bei Göbel und Wittlichs Trainer Uwe Könen überzeugte ihn, wieder ins Trai-ningsgeschäft einzusteigen. „Das Konzept des Vereins stimmt. Neben einem seit Jahren solide arbeitenden Vorstand, den ich noch aus meiner aktiven Zeit bei Wittlich kenne, verfügen die Eifelaner über eine mit 20 Jahren sehr junge, aber bereits spielstarke Mannschaft, die sich fast ausschließlich aus Spielern des eigenen Vereins rekrutiert. Ich hatte keine Lust auf eine „Söldnertruppe“, erklärt der neue HSG Coach, der seit dem 1.6. die Mannschaft nun auf die neue Liga vorbereitet.
Nachdem der Aufstieg aus der Verbandsliga gelungen war, bat Göbel gleich zum dreimaligen wöchentlichen Training. Dazu gesellten sich bis jetzt zwei harte Trainingswochenenden. „Ich konnte feststellen, dass gerade die Jugendspieler diese Belas-tungen noch nicht gewohnt waren. Immerhin trainieren in meinem Kader einige talentierte B-Jugendliche, die wir behutsam an das Niveau heranführen wollen. Dabei müssen sich die Spieler auch an die für sie noch ungewohnte Härte in dieser Männerklasse gewöhnen“, fordert der neue HSG Coach, der von einem „Traum“ spricht, wenn er sich die Trainingsbeteiligung seiner Mannschaft vor Augen führt. „Es sind immer 15 bis 20 Spieler in die Trainingseinheiten. Damit kann man vernünftig arbeiten. Ausdauer, Koordination und Schnelligkeit, vor allem die Arbeit mit dem Ball standen bislang im Vordergrund. Die Spieler haben hervorragend mitgezogen, in den Trainingsspielen gegen luxemburgische und saarländische Mannschaften überra-schend gute Ergebnisse erzielt, mit denen man sich für die harte Trainingsarbeit belohnte“.
Wichtig für den HSG Trainer war die Verpflichtung eines erfahrenen Spielers, der mit Rene Wingels (28) vom SK Prüm nach Wittlich wechselte. Von seiner Erfahrung sollten die jungen „Wilden“ profi-tieren. „Er bringt uns spielerisch weiter, paßt vor allem menschlich in den Kader und ist mein verlängerter Arm auf dem Spielfeld. Dafür wurde er auch zum Mannschaftskapitän bestimmt“, verrät Göbel, dem es zudem gelang, mit Torhüter Marc Stoffel von der HSG Irmenach/Kleinich/Horbruch den Torhüterbereich zu verstärken. Ansonsten baut Göbel auf die Spieler der erfolgreichen Ver-bandsligasaison. Ob weitere Spieler zum Verein stoßen, steht derzeit noch nicht fest.
„Letztes Wochenende war unser letztes Trainingslager, jetzt machen wir bis Mitte August Pause. Dann folgt der Feinschliff, bevor am 4.9. das Pokalspiel gegen Mitaufsteiger Urmitz ein erster Leistungstest ist. Nach dem Turnier am 5.9. in Straasen (L) beginnt die Saison gleich mit dem Eifelderby in Bitburg am 11.9.“, freut sich der neue Wittlicher Trainer, der in der Saison von Uwe Könen als Co-Trainer unterstützt wird.
02.08.2010
Bitburg setzt auf Kontinuität – noch keine Veränderungen beim Rheinlandligisten
(Bitburg) (R.S.) Trainer Janosh Klimek (48) geht mit dem TV Bitburg in seine dritte Saison als verantwortlicher Trainer.
„Am Ende soll mehr als Platz 5 herausspringen. Wir setzten auf Kontinuität, bauen auf die eigenen Nachwuchskräfte und gehen damit einen sicheren Weg. Anders als bei Vereinen, die sich zunehmend mit Spielern von anderen Teams verstärken, bauen wir auf unsere gute Jugendarbeit und ernten jetzt mehr und mehr die Früchte dieser Arbeit“, erklärt der TVB Coach.
Einziges Fragezeichen steht derzeit hinter dem Einsatz von Florian Enders, dessen Wechsel zu einem anderen Verein aufgrund seines Studiums als wahrscheinlich galt. „Die Chancen, dass Florian bei uns spielen wird, stehen 50/50. Wir müssen abwarten, bis entschieden ist, wo Florian studiert. Möglicherweise nimmt er sein Studium in Trier auf, dann wird er bleiben“, hofft Klimek.
Ansonsten erweitern die Eifelaner ihren Kader um talentierte Nachwuchsspieler aus den eigenen Reihen, die behutsam an die erste Mannschaft herangeführt werden sollen. Seit Juli bereitet Klimek sein Team auf die anstehende Spielzeit vor. „Zunächst waren wir vier Wochen im Kraftraum, haben dort Ausdauer und Kraft trainiert und sind seit Ende Juli in der Halle. Aufgrund meines zweiwöchigen Urlaubs in Polen übernimmt Thomas Lauer die Mannschaft bis Mitte August, bevor wir gemeinsam Hand an den letzten Schliff legen werden.
Wir absolivieren einige Trainingsspiele beispielsweise gegen Nordsaar und Bendorf, nehmen am Turnier in Schweich teil, werden das Vorspiel gegen Schweich beim Jubiläumsturnier in Konz bestreiten, ehe am 5.9. der Pokal zum ersten Pflichtspiel ruft. Genau wie im letzten Jahr führt uns die Reise nach Bannberscheid“, verrät Klimek, der mit seinem Team dann in die Meisterschaftsrunde einsteigen wird. „Es sind viele gute Teams in der kommenden Saison in der Rheinlandliga vertreten. Vor allem die Lokalderbys haben ihre Brisanz und sollten Publikumsmagnet werden. Ich erwarte eine spannende und interessante Saison“, glaubt Klimek.
30.07.2010
Schweich boomt
(Schweich) (R.S.) Der HSC Schweich sorgte in der letzten Rheinlandligasaison für positive Schlagzeilen, belegte am Ende der Meisterschaftsrunde einen unerwartet starken vierten Tabellenplatz und scheint auch für die kommende Saison gut gerüstet.
„Bereits seit Anfang Juni bereiten wir uns mit zwei Trainingseinheiten pro Woche und dazu möglichst vielen Vorbereitungsspielen auf die dritte Rhein-landliga-Saison vor“ verrät Schweichs Erfolgstrainer Andreas Rosch. Im Vergleich zur Vorsaison hat der HSC mit Chris Leinen, der zu seinem Heimatverein HSG Biewer/Pfalzel zurückkehrt, nur einen echten Abgang zu verzeichnen. Der ein oder andere Spieler des letztjährigen Kaders wird in der kommenden Saison vermehrt in der Zweiten Mannschaft in der Landesliga zum Einsatz kommen. „Hier wird dann auch mit Daniel Gerhartz einer aus den eigenen Reihen die Funktion des Mannschaftsverantwortli-chen übernehmen und mit der Unterstützung von zwei bis drei Routiniers den vielen jungen HSC - Spielern den Einstieg in Seniorenhandball ermöglichen“, erzählt Rosch. Der Handball boomt in Schweich und so meldet der Verein seit über 11 Jahren in der kommenden Saison auch wieder eine dritte Herrenmannschaft, die n der Kreisliga spielen wird.
Erheblich verstärken wird sich der HSC im Rheinlandligateam. Mit Olli Kammann und Kristof Sturm wechseln zwei Spieler nach einem Jahr "Handballpause" von der HSG Biewer/Pfalzel zum HSC. Oliver Kammann trug bereits von 1997-1999 das HSC Trikot. Nun kehrt er nach den Stationen Vallendar, Saarburg und Biewer nach Schweich zu-rück und ist umso wertvoller für die Mannschaft, da er universell auf allen Positionen einsetzbar ist. Kristof Sturm hat nach seiner Jugendzeit in Trier für die DJK. St. Matthias Trier, den SV Igel-Liersberg und die HSG Biewer/Pfalzel im Seniorenbereich gespielt.
„Er wird bei uns die "Königsposition" im linken Rückraum besetzen und sich hier versuchen gegen starke Konkur-renz zu behaupten. Von der HSG Mertesdorf ist Peter Zock zu uns gewechselt, der uns auf der Kreisläuferposition verstärken wird. Alle Neuzugänge konnten problemlos integriert werden und mit dem relativ großen Kader von 19 Mann, aus denen wir dann in den Spielern der Rheinlandliga zurückgreifen können ist bereits in den Trainingseinheiten eine Wettkampfsituation spürbar. Leider konnten wir aufgrund schulischer und beruflicher Belastungen (natürlich fällt die Vorbereitung auch wieder mitten in die Urlaubszeit) nur selten komplett trainieren. Allerdings bin ich echt begeistert vom Einsatz und Lernbereitschaft der gesamten Truppe.
Einziger Wermutstropfen in der bisherigen Vorbereitungszeit ist der längere Ausfall von Andi Schröder, der krankheitsbedingt 6 Wochen nicht trainieren konnte aber hoffentlich zu Saisonbeginn wieder zur Verfügung steht. Was das Saisonziel an betrifft so wäre die Wiederholung der Vorjahresplatzierung (Platz 4) bereits ein großer Erfolg. Die Rheinlandliga ist mit Sicherheit stärker besetzt als im Vorjahr und somit müssen wir, auch wenn wir uns sicherlich verstärkt haben, von Beginn an hoch konzentriert und engagiert zur Sache gehen um diese Platzierung zu wiederholen. Dabei ist es mir auch wichtig, die HSC-Eigengewächse weiter zu fördern und in jedem Jahr neue Spieler die aus der guten Jugendarbeit des Vereins herauskommen in die Erste bzw. auch zweite Mannschaft zu integrieren. Aufgrund verschiedener Turbulenzen in den um-liegenden Vereinen hätten wir in Schweich im kommenden Jahr auch mit mindestens sechsneuen Spielern antreten können was aber sicherlich kontraproduktiv zur Entwick-lung im Jugendbereich beigetragen hätte. Wir freuen uns jedenfalls auf die zahlreichen Derbys in der kommenden Spielzeit, denn mit Biewer, Saarburg und Wittlichs sind es gleich 3 "neue" Mannschaften aus dem hiesigen "Spielbereich" in der Rheinlandliga,“ so der HSC Coach.
22.7.2010
HSG Biewer/Pfalzel in der Rheinlandliga angekommen.
(Trier). (R.S.) „Die Rheinlandliga kommt für uns zum richtigen Zeitpunkt“, gesteht HSG Ge-schäftsstellenleiter Eugen Neef. Bis zuletzt hatten Verein, Mannschaft und Trainer darauf gehofft, die RPS Liga aus eigenen Kräften halten zu können. Doch mit der Heimniederlage gegen den Tabellenletzten aus Gonsenheim im vorletzten Saisonspiel war das Schicksal der HSG Biewer/Pfalzel faktisch besiegelt. Im alles entscheidenden letzten Saisonspiel in Sankt Ingbert unterlag die Mauruschatt-Truppe und tritt damit den Weg in die Rheinlandliga an.
Ähnlich wie beim Mitabsteiger TuS Fortuna Saarburg verlassen wichtige Spieler den Verein. Jörg Müller und Alex Kuhfeld beenden ihre Karriere aus privaten Gründen, Thomas Billen und Sascha Kühn hätten nach Aussage von Neef keinen neuen Vertrag erhalten. Wohin Billen wechselt steht nicht fest, Sascha Kühn geht zum Verbandsligisten DJK/MJC Trier. Verletzungsbedingt pausieren muss Ron Mauruschatt nach seiner Operation bis Februar nächsten Jahres, nachdem seine Schulterverletzung nur noch bedingt seinen vollen Einsatz in der abgelaufenen Saison zugelassen hatte, er sich aber im Interesse der Mannschaft durch die Saison „schleppte“.
Dazu gesellten sich Querellen im Gesamtverein, die mit dem sofortigen Rücktritt von Otmar Cartarius (Handballabteilungsleiter der HSG Biewer/Pfalzel) vor zwei Wochen endeten. „Die Differenzen zwischen uns war nicht überbrückbar“, gesteht Neef, der zusammen mit Cartarius in den letzten Jahren verantwortlich die Geschicke der HSG steuerte. So übernimmt Eugen Neef (Abteilungsleiter Handball beim TSC Pfalzel) jetzt vorübergehend auch die Geschäftsstellenleitung der HSG Biewer/Pfalzel. „Allerdings ist dies bis zur Neuwahl eines Geschäftsstellenleiters begrenzt“, erklärt Neef, der auf Details der Differenzen mit Cartarius nicht eingehen wollte.
Verlassen kann sich die HSG weiterhin auf die Leistungsträger der vergangenen Saison Chris-tian Stein, Marc Köhler und Carsten Rohr. Um dieses Gerip-pe herum soll eine schlagkräftige Mannschaft aufgebaut werden, die zumindest einen gesicherten Mittelfeldplatz in der Rheinlandliga anstrebt. Erste Neuverpflich-tungen stehen bereits fest. Von CHEV Diekirch aus Luxemburg wechselt Rafael Zmijewski, von der HSG Mertesdorf/Ruwertal kommt Markus Wenzel und vom HSC Schweich kehrt Christian Leinen zur HSG zurück. „Damit haben wir 13 Spieler im Kader, wir stehen aber kurz vor der Verpflichtung von weiteren zwei Spielern“, verrät Neef. Seit Anfang Juli bereitet Trainer Heng Mauruschatt seine Mannschaft auf die neue Saison vor.
21.7.2010
Saarburger Handball positioniert sich neu
(Saarburg) Der Handball ist sein vielen Jahren ein wichtiger Bestandteil im Vereinsleben der Saarburger Fortuna. Die Abteilung des TuS Fortuna Saarburg besteht seit 35 Jahren, den dazugehörigen Förderverein gibt es seit 20 Jahren. Seit 1983 ist der nun im August scheidende Abteilungsvorstand „Kalle“ Schmitz immer in verantwortlichen Positionen der Saarburger präsent. „Bereits frühzeitig habe ich meine Rücktrittsabsichten bekannt gegeben. Viele Gründe spielten dabei eine Rolle“, erklärt Schmitz.
Im Bereich der Jugend wurde im Saarburger Verein enorm viel geleistet und von den Minis bis zur ersten Mannschaft feierte der TuS tolle Erfolge. Trotz der intensiven Nachwuchsarbeit sank der Anteil der heimischen Spieler in den Herrenmannschaften in den letzten Jahren, so dass in der abgelaufenen Saison nur noch zwei Feldspieler im RPS Liga Team mitwirkten. Zeitgleich wurde die finanzielle Situation der Abteilung durch diese Konstellation immer schwieriger. „Es ist einfach zu teuer geworden. Die letzte Saison hat uns gezeigt, dass dies in der Zukunft nicht mehr leistbar sein wird“, erläutert Schmitz.
Zwischen den Vorständen von Abteilung, Gesamtverein und Förderverein wurde ein Konzept für die Zukunft entwickelt, das sowohl vom sportlichen als auch vom finanziellen her tragbar erscheint. Erklärtes Ziel der vom Abteilungsvorstand einstimmig beschlossenen Neuaufstellung ist es, mit verstärktem Saarburger Spielereinsatz dem heimischen Publikum des TuS Fortuna Saarburg wieder attraktiven Handball aus „den eigenen Reihen“ zu bieten. Verlassen haben die Mannschaft nach dem Abstieg aus der RPS Liga Andreas Miroschnitschenko (zum Boxen), Jan Kreibig (Sankt Ingbert), Daniel Moske (Bettembourg), Florian Schmidt (Merzig/Hilbringen), Mario Lauer (TV Losheim), Sascha Hilt (unbekannt) und Christian Dammann (2. Mannschaft)
„Vom letztjährigen RPS Liga Team werden die beiden Torhüter Marc Düpre und Jan Reifenberg bleiben, von den Feldspielern haben Sebastian Eisele, Tim Moske, Jochen Kuck und Eugen Friesen ihre Zusage gegeben. Ergänzt wird die Mannschaft durch unseren ehemaligen Jugendspieler Tom Babetzki, der zuletzt für den HC Perl auf Torejagd ging, sowie Spielern der 2. Mannschaft und der letztjährigen erfolgreichen A-Jugend“, verrät Schmitz. Hiervon verspricht sich die Abteilung auch eine stärkere Identifikation der zahlreichen Sponsoren mit der Mannschaft. Die Sponsoren und der Förderverein des Handballs waren eine wichtige Säule im Saarburger Konzept und sollen dies auch in Zukunft sein.
Auch im Trainerbereich ist der Wechsel vollzogen. Nachfolger von Tomek Marszalek wird Wolfgang Schnase (66), ein in der Region unbekannter Trainer, der aus Duisburg stammt und über vielfältige Trainererfahrung verfügt. Schnase legte in den 70er Jahren seine Trainerprüfung ab, war seitdem im Duisburger Raum als Coach unterwegs, trainierte viele Vereine bis zur Verbandsliga. 1992 beendete Schnase aufgrund persönlicher Gründe seine Trainertätigkeit und zog vor kurzem nach Trier. Seit einem Monat bereitet Schnase sein Team auf die anstehende Rheinlandligasaison vor. „Wir schrauben die Erwartungen an die Mannschaft zurück, der Neuaufbau steht absolut im Vordergrund“, so Schmitz. „Bisher konnte ich noch nicht mit der kompletten Mannschaft trainieren, allerdings haben wir einige sehr talentierte Jugendliche, die zur Hoffnung Anlass geben. Der Klassenerhalt ist unser erklärtes Ziel, die Mannschaft muß sich noch einspielen“ gesteht Schnase.
Die Neuwahlen des Abteilungsvorstands stehen am 20. August an. Wer die Nachfolge von Abteilungsleiter Schmitz antreten wird, steht noch nicht fest.