Saison 2010 - 2011


6.8.2010

Kommandowechsel bei den kleinen Miezen – Lena Zelmel zieht sich Kreuzbandriss zu fällt mindestens 6 Monate aus

(R.S.) In den nächsten Tagen endet bei den kleinen Miezen vorerst die Ära von Elena Vereschako. Aufgrund ihrer Schwangerschaft stellt die seit 2006 für die kleinen Miezen erfolgreich arbeitende Trainerin ihr Traineramt zur Verfügung, Nachfolger wird der 43-jährige selbständige Versicherungsvertreter und A-Lizenzinhaber Michael Zeimet aus Merzig, der einen Zwei-Jahres Vertrag bei den Triererinnen erhält. Vereschako wird in den nächsten Wochen ihrem Nachfolger in organisatorischen Fragen hilfreich zur Seite stehen.

Nach dem Regionalligaaufstieg entwickelte Vereschako die kleinen Miezen kontinuierlich weiter, erreichte in der abgelaufenen Saison die Vizemeisterschaft und qualifizierte sich damit für die neue 3. Bundesliga, in der Zeimet jetzt die Kommandobrücke der kleinen Miezen erklimmt. Für den Verein und Zeimet ist die Zusammenarbeit nicht neu. Bereits zu Zeiten von Ildiko Barna hospitierte Zeimet im Rahmen seiner A-Schein Ausbildung in Trier. Zeimet wechselt vom Verbandsligisten TuS Elm/Sprengen an die Mosel, wird aber weiterhin seine Tätigkeit als hauptverantwortlicher Auswahltrainer des Saarlandes für die weibliche Jugend wahrnehmen.

„Das wird eine schwere Saison für uns, keine Frage. Ich sehe die Saison 2010/2011 als Übergangsjahr. Der Landessportbund hat sich klar zum Standort Trier bekannt. Wir sind bemüht die freien Internatsplätze für die dann folgende Saison zu besetzen, hoffen darauf, dass wir verletzungsfrei durch die Saison kommen. Das Ziel kann nur Klassenerhalt heißen. Deshalb haben wir uns bewusst für Markus Zeimet entschieden, den wir als kompetenten und erfahrenen Trainer schätzen. Immerhin ist er bereits seit 2002 Auswahltrainer des Handballverbandes Saar, seit 2009 leitet er hauptamtlich den weiblichen Auswahlbereich des Saarlandes“, erklärt Rommel.

Der Wechsel fällt in die Zeit des Umbruchs beim Aushängeschild des regionalen Handballs. Das Bundesligateam haben wichtige Leistungsträgerinnen verlassen und so rücken talentierte Nachwuchsspielerinnen aus dem Kader der kleinen Miezen in den erweiterten Kader der 1. Mannschaft. „Insgesamt stehen uns derzeit 24 Spielerinnen für die 1. und 3. Bundesligamannschaft zur Verfügung“, verrät MJC Vorstand Martin Rommel, der auch weiterhin auf der Suche nach Verstärkungen bleibt. „Wir können und werden allerdings nur das Geld ausgeben, was wir haben“, legt sich Rommel fest.

Die scheidende MJC Trainerin bedauert, dass die im letzten Jahr so erfolgreiche Nachwuchsmannschaft der kleinen Miezen auseinander gefallen ist. Das wohl hoffnungsvollste Talent der Triererinnen, Lara Leuckefeld, die bis zu ihrem Wechsel in der Jugendnationalmannschaft stand, wechselte zum RPS Ligisten TG Konz. Ebenfalls nach Konz zog es Katrin Irsch. Aus schulischen Gründen hat ein weiteres Talent die MJC Trier verlassen. Sina Rühl kehrt in ihre Heimat zurück und spielt künftig für den TV Mainzlar. Torfrau Joey Luchsinger hat zwischenzeitlich ihre Ausbildung in ihrer Schweizer Heimat begonnen und Jana Binninger verlässt die kleinen Miezen aufgrund ihres Studiums. Dazu kommt der längerfristige Ausfall von Lena Zelmel, die sich im Donnerstagstraining einen Kreuzbandriss im Knie zuzog und mindestens sechs Monate ausfallen wird „Ein Riesenverlust für die Mannschaft. Sie war bis zur ihrer Verletzung im Februar eine Leistungsträgerin und hat erst im Juli mit dem Training wieder angefangen“, klagt Rommel.

Mit den beiden Marpinger Spielerinnen Svantje Stein und Laura Hahn verzeichnen die kleinen Miezen ihre ersten Neuzugänge.

„Wir müssen hinterfragen, weshalb uns einige dieser Talente verlassen haben. Nach bestem Wissen und Gewissen haben wir die Jugendlichen ausgebildet und weiterentwickelt. Alle haben etwas erreicht, wie es aber letztlich weitergeht, hängt vielfach mit persönlichen Entscheidungen der Spielerinnen zusammen. Hier spielen vor allem schulische und berufliche Fragen eine Rolle. Allerdings sind einige Wechsel für uns einfach nicht nachvollziehbar,“ erklären Vereschako und Rommel unisono, zeigen sich damit auch selbstkritisch. Für beide und für den neuen Trainer Michael Zeimet ist die Weiterentwicklung des Stützpunktes Trier eminent wichtig. „Hierdurch hoffen wir, den Verlust weiterer Talente vermeiden zu können. Wir wollen künftig alles dafür tun, die Talente in Trier zu halten. Ich sehe die Saison 2010/2011 als Übergangsjahr. Der Landessportbund hat sich klar zum Standort Trier bekannt. Wir sind bemüht die freien Internatsplätze für die dann folgende Saison zu besetzen, hoffen darauf, dass wir verletzungsfrei durch die Saison kommen. Das Ziel in der nun anstehenden schwierigen Saison kann nur Klassenerhalt heißen. Deshalb haben wir uns bewusst für Markus Zeimet entschieden, den wir als kompetenten und erfahrenen Trainer schätzen. Immerhin ist er bereits seit 2002 Auswahltrainer des Handballverbandes Saar, seit 2009 leitet er hauptamtlich den weiblichen Auswahlbereich des Saarlandes“, erklärt Rommel.

Gerade Zeimet kennt aus seiner Tätigkeit im Saarland die Problem im Jugendbereich ganz genau: „Empirisch geht die Zahl der Kinder zurück und damit auch die Zahl der Talente. Immer weniger Jugendliche opfern ihre knapp bemessene Freizeit dem Handballsport und das vollumfänglich. Dazu wetteifern die Sportarten untereinander um die Talente.“ Gerade in diesem Jahr war es für die MJC Verantwortlichen extrem schwer, talentierte Jugendliche für den Internatsbereich zu finden. „Gerade hier im Südwesten ist der Markt talentierter Jungendlich leer gefegt. Ganz anders sieht das im Norden und Osten der Republik aus“, weiß Vereschako. So haben sich bislang neben den im Internat befindlichen Talenten Zelmel, Grötzki, Adeberg und Stein keine weiteren Spielerinnen angeboten.

„Wir halten jedoch Augen und Ohren offen und versuchen, weitere Talente für Trier zu gewinnen“, verspricht Zeimet, der dabei auch auf das Bindeglied seiner Auswahlmannschaften im Saarland verweist. „Talentierte Jugendliche können sich hier bei den Miezen im Einzugsbereich ihres Wohnortes weiterentwickeln. Ein Beispiel ist Jessica Kockler. Daneben ist mir die Zusammenarbeit zwischen 1. und 2. Mannschaft besonders wichtig. Von Anfang an habe ich einen intensiven Austausch mit unserem Trainer der 1. Mannschaft, Thomas Happe geführt. Dabei steht für mich fest, dass ich das spielerische Konzept meiner Vorgängerin weiterführen werde, denn immerhin sind damit bereits neun Spielerinnen an die 1. Mannschaft herangeführt worden.

Seit Ende Juli bereitet Zeimet seine Mannschaft auf die anstehende Saison vor. Viermaliges wöchentliches Training, für die Internatsschüler tägliches Training mit dem Bundesligateam und 8 Vorbereitungsspiele innerhalb von 5 Wochen sollén das Team auf die anstehende Bundesligasaison fit machen. „Die Vorbereitungszeit ist schon sehr kurz, dazu kommt, dass einige unserer Talente auch bei den Vorbereitungsspielen und Turnieren der 1. Mannschaft dabei sein werden. Hier sehe ich aber für diese Spielerinnen die Chance, ihr Potential zu zeigen. Wir sind und bleiben der einzige Verein in der Region, der für die Talente professionellen Handball- und Leistungssport in einem professionellen Umfeld anbietet“, erklärt Zeimet, für den die Saison gleich mit dem brisanten Lokalderby am 11.9. beim Roude Léiw Bascharage beginnt.

 
Marta GORAJ neue Spielerin beim "Roude Léiw Bascharage"



Die Mannschaft des "Roude Léiw Bascharage" hat sich mit einer neuen polnischen Spielerin für die Saison 2010/2011 in der 3. Liga verstärkt.

Marta GORAJ, 24 Jahre, 176 cm groß, wird als Kreisläuferin Cosmina Damian ersetzen. Marta GORAJ hat in Polen bei AZS Politechnika Koszalin und Hermes Gryfino gespielt. Die letze Saison 2009/2010 spielte sie wegen eines Mutterschaftsurlaubs nicht. 2008/2009 hat sie mit AZS Politechnika Koszalin im Europapokal der Pokalsieger gegen die spanische Mannschaft von Balonmano Parc Sagunto 3 Tore
erzielt. In der polnischen Meisterschaft erzielte sie in 29 Spielen 109 Tore (3,75 im Durchschnitt).
Sie trug 30-mal das Trikot der polnischen Nationalmannschaft.
Der Roude Léiw Bascharage kann während der nächsten Saison in der 3. Bundesliga auf die Dienste von Oxana Pal zählen. Pal spielt im linken Rückraum und hat die Saison 2009/2010 mit Metz Handball auf dem 3. Platz in der französischen Meisterschaft beendet.

Oxana Pal wurde in Nowokusnezk in Russland geboren, besitzt aber auch die deutsche Staatsbürgerschaft. Sie spielte bis 2004 beim HC Lada Togliatti in Russland, dann wechselte sie in der Spielzeit 2004/2005 zu Hypo Niederöstereich. Von 2005 bis 2009 spielte sie bei den Miezen der DJK / MJC Trier in der Bundesliga, wo sie in der Saison 2007/08 mit 203 Toren Torschützenkönigin der Bundesliga wurde. In der Saison 2009/2010 spielte sie in Metz. Sie hat 25-mal das Trikot der russischen Nationalmannschaft getragen.

Mit ihrer internationalen Erfahrung soll sie dazu beitragen, den Klassenerhalt in der 3. Liga zu sichern.

3. Liga Staffel West:

Germania Fritzlar
Rote Löwen Bascharage
TV Beyeröhde
TV Kirchhof
SG Kleenheim
1. FC Köln
TSG Ober-Eschbach
Thüringer HC II
PSV Recklinghausen
HSG Solingen-Gräfrath
DJK MJC Trier II
TV Walsum-Aldenrade
ETuS Wedau
TB Wülfrath