Rückblicke und Ausblicke

18.04.11


(R.S.) Noch stehen zwei Spiele auf dem regulären Spielplan der RPS Oberliga der Damen, doch die TG Konz hat die Saison bereits vorzeitig beendet. Der 3. Tabellenplatz ist dem Team von Trainer Sascha Burg nicht mehr zu nehmen!



So erfreulich das Abschneiden der TG in dieser Saison war, die nächste Saison wird nicht mehr so enden, da ist sich Burg sicher: „Den dritten Platz werden wir auf längere Zeit nicht mehr wiederholen können“, meint der 32-jährige Coach, der in der 5. Saison Trainer der TG ist und dort als „Mädchen für Alles“ die Fäden in der Hand hat. Die Gründe für die nicht so positive Einschätzung im Blick auf die nächste Saison liegen im Verlust wichtiger Stammspielerinnen, der so leicht nicht mehr zu kompensieren ist. Nach Jenny Schmidt, die es ebenso wie Toni Pütz von der DJK/MJC Trier zum 2. Ligisten TuS Weibern in die Mannschaft von Trainerin Ildiko Barna zieht, hat auch Lara Leuckefeld die TG zwischenzeitlich verlassen. Die ehemalige Jugendnationalspielerin schließt sich an ihrem Studienort in Mainz dem Meister der RPS Oberliga und kommenden Zweitligisten TSG Mainz-Bretzenheim an.


Lara Leuckefeld trägt in der nächsten Saison das Trikot von Mainz-Bretzenheim in der 2. Liga

Die Erwartungen vor der Saison an die TG Konz waren hoch. Viele „Handballsachverständige“ glaubten in der neu zusammengestellten und erheblich verstärkten Mannschaft der TG den kommenden Meister zu sehen.

„Das habe ich von Anfang an anders gesehen. Wir hatten sechs Neuzugänge zu integrieren und das braucht bekanntlich seine Zeit. Im Tor haben wir unsere Stammtorhüterin Anne Kappes seit dem Saisonstart schmerzlich vermisst, Jeanne Charlier fehlte lange Zeit berufsbedingt und Jenny Glass war in den ersten Spielen verletzt. So erklärt sich der schlechte Saisonstart“, meint Burg.

Die TG kassierte viele unnötige Niederlagen, einige Mal spielte auch das Pech ein Rolle – so im Spiel gegen den Meisterschaftsfavoriten aus Mainz-Bretzenheim, dass man in allerletzter Sekunde mit 30:29 verlor. Mitte Dezember war die TG dann endgültig im Abstiegskampf angekommen!

„Vor dem Spiel gegen Kandel habe ich eine lange Ansprache an die Mannschaft gehalten, das war die Wende. Personell hatten wir wieder mehr Alternativen und haben dann in den letzten 13 Saisonspielen das umgesetzt was wir uns vorgenommen hatten und nur noch eine Niederlage gegen den neuen Meister kassiert. Noch heute ist nicht genau zu erklären, woran dies alles gelegen hat. Sicherlich hat die Integration länger gedauert, als wir angenommen hatten. Zudem kam in der Rückrunde das Glück dazu, dass uns in der Hinrunde fehlte“.

Mannschaftsführerin Esther Mohr brauchte einige Spiele, um ihre Form zu finden. Spätestens ab der Rückrunde übernahm sie dann die Führungsposition im Spiel der TG: „Sie ist der Kopf der Mannschaft“, lobt Burg. Die von Weibern zur TG Konz gewechselte und nun wieder in die Eifel zurückgekehrte Rückraumspielerin Jenny Schmidt war am Anfang der Saison sicherlich eine Stütze des Teams, dann machte sich mehr und mehr die berufliche Belastung bemerkbar, die nur noch das einmalige Training in der Woche zuließ. „Diese Trainingsbeteiligung spielgelte sich auch in der Leistung wider“, urteilte Burg.

Positiv im Konzer Vereinsgefüge ist der Meisterschaftsgewinn der 2. Damenmannschaft in der Bezirksliga der Frauen zu sehen. Hier spielen einige hoffnungsvolle Nachwuchstalente, die behutsam in die 1. Mannschaft integriert werden sollen.

„Ob wir allerdings in die Rheinlandliga aufsteigen werden, ist eine Frage der Finanzen. Das klärt sich in den nächsten Wochen“, verriet der Coach, der kaum Hoffnungen darauf setzt, dass externe Neuzugänge zum RPS Liga Team stoßen werden. „Es wäre fahrlässig, darauf zu bauen. Wir setzen auf den jetzigen Kader und unsere eigenen Nachwuchsspielerinnen und werden in der kommenden Saison um den Klassenerhalt kämpfen. Dabei kommt uns eins sicherlich zugute: Unser Teamgeist“.