Einst Notlösung, jetzt Dauerbrenner

Von TV Redakteur Mirko Blahak - 05.04.11

Andreas Rosch ist ein wahrer Dauerbrenner im regionalen Handball. Im Sommer geht er in seine zwölfte Spielzeit als Trainer der ersten Herrenmannschaft des HSC Schweich. Der 37-Jährige ist weiter mit Spaß bei der Sache, doch er räumt ein: "Sich zu motivieren, wird von Jahr zu Jahr schwerer."
Schweich. Andreas Rosch und der HSC Schweich - das gehört seit vielen Jahren zusammen. Rosch war Spieler ("allerdings kein so guter…"), als Teenager schon mit Vorstandsarbeit betraut und bereits im Alter von 26 Jahren Trainer der ersten Herrenmannschaft. "Das war damals eine Notlösung. Nach dem Rückzug aus der Oberliga fand sich kein Trainer, da habe ich es gemacht." Der Schachzug entpuppte sich als Langzeitlösung.



In der nächsten Saison wird Rosch die HSC-Herren im zwölften Jahr betreuen. "Es macht noch immer Spaß, aber es gibt auch Abnutzungserscheinungen. Es wird von Jahr zu Jahr schwerer, sich zu motivieren. Das nächste Jahr mache ich auf jeden Fall noch. Was dann ist, muss man sehen", sagt der 37-jährige Familienvater, der seiner Frau Beate großen Respekt zollt: "Sie hält mir den Rücken für den Handball frei, das ist nicht selbstverständlich!"

Rosch ist nicht nur Trainer, sondern im HSC auch wichtiger Ansprechpartner im gesamten Seniorenbereich. Spielverlegungen, die Organisation von Auswärtsfahrten, Kader-Zusammenstellungen - vieles wickelt der Bankkaufmann ab, dessen Brüder ebenfalls Strippenzieher im Verein sind. Sein älterer Bruder Markus (39) ist Vorstandsmitglied und Trainer des Damen-Teams sowie von zwei Jugend-Mannschaften. Sein jüngerer Bruder Johannes (25) zählt zu den Leistungsträgern im Rheinlandliga-Team.

Wenn es seine Zeit zulässt, spielt Andreas Rosch noch in der dritten Mannschaft (Kreisliga). Die Planungen für die erste Mannschaft sind bereits fortgeschritten. "Es soll kaum Änderungen geben", sagt der Trainer. Während Harald Höhn, Christian Kordel und eventuell Jörg Hennefeld kürzertreten und vorrangig ein Thema für die zweite Mannschaft sein dürften, sollen zwei externe Neuzugänge kommen.

Mit der aktuellen Saison ist Rosch zufrieden, auch wenn die Erwartungen im Umfeld etwas höher gewesen seien und sich die Mannschaft zu Hause ungewohnte Schwächen geleistet habe. Vor allem die Derby-Niederlagen zu Hause gegen Biewer/Pfalzel, Bitburg und Wittlich schmerzen Rosch, der mit Zuversicht nach vorne blickt. Vor allem, weil die zweite Mannschaft vor dem Verbandsliga-Aufstieg steht. Rosch: "Das ist der größte Erfolg im Herrenbereich des HSC in den vergangenen Jahren. Der Aufstieg macht uns das Leben im Rheinlandliga-Team leichter. Wir können künftig besser junge Spieler aus der ,Zweiten' integrieren."