DJK/MJC Trier II – TV Lobberich 39:22 (20:12)
(R.S.) Mit einer starken Leistung bezwingen die kleinen Miezen den Konkurrenten im Abstiegskampf aus Lobberich und gewinnen das erste Heimspiel auch in dieser Höhe verdient mit 39:22 (20:12). Nachdem die ersten Begegnung in Beyeröhde kampflos abgesagt werden musste, da wichtige Leistungsträgerinnen des 3. Ligateams im Bundesligakader eingesetzt wurden, unterstrich das Team von Trainer Igor Domaschenko, dass mit der Mannschaft in dieser Saison besser abschneiden kann, als in der letztjährigen Meisterschaft. „Wir wollen mindestens einen Platz vor den Abstiegsrängen ankommen, werden aber versuchen, soweit wie möglich davon wegzubleiben“, zeigt sich der Coach der kleinen Miezen optimistisch. Dass Grund zu diesem Optimismus besteht, unterstrichen seine Schützlinge in einer Begegnung, in der man dem Gast überhaupt keine Chance ließ. Zwar hatte Domaschenko, der den Gast in seinem Auftaktmatch beobachtet hatte, nicht zum Favoritenkreis eingestuft, das aber der Leistungsunterschied zum einem der Mitkonkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt so deutlich ausfiel, überraschte nicht nur den Trierer Trainer.
Hochmotiviert wirkten die Gastgeberinnen von Beginn an, zeigten eine aggressive Abwehrleistung und schnelles Spiel nach vorne. Immer wieder kam die Mannschaft über die erste und zweite Welle zu leichten Toren. Doch beeindruckender als das Tempospiel war die Torgefährlichkeit aus dem Rückraum. Hier kamen Nathalie Adeberg, die das wohl beste Spiel im Miezen Trikot absolvierte und Katrin Premm bei 28 Wurfversuchen zu 23 Toren! „Die beiden haben ihr Riesenpotential angedeutet“, lobte der Trierer Trainer.
Insgesamt war Domaschenko mit der Leistung seiner Spielerinnen sehr zufrieden: „Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie Perspektive hat. Hier wachsen einige Talente nach, die echte Alternativen für das Bundesligateam werden können. Für uns ist wichtig, dass die Spielerinnen in der 3. Liga das nötige Selbstbewusstsein für höhere Aufgaben bekommen“. Auf Linksaußen überzeugte Lena Zelmel, die nicht nur fünf Treffer markierte, sondern auch zwei Siebenmeter und zwei Zeitstrafen gegen die Gäste „herausholte“ und im weiteren Spielverlauf von ihrem Trainer sogar auf die Spielmacherposition beordert wurde, um auch dort ihre Aufgabe mir Bravour zu erledigen. Laura Hahn zeigte sich wie ihre Mitspielerinnen treffsicher und kam zu vier Toren. Gewohnt stark Megane Vallet im Abwehrverband und auch auf der Spielmacherposition, von der sie fünf Treffer zum Erfolg, vor allem in der Anfangsphase, beitrug. Bereits früh sah sich der Gästetrainer Rene Baude veranlasst, seine Abwehrformation zu verändern, versuchte es mit einer kurzen Deckung gegen Vallet, stellte auf offensivere Abwehrvarianten um, konnte aber die kleinen Miezen überhaupt nicht beeindrucken. Das Team von Trainer Domaschenko wusste auf alles eine Antwort, zog über 5:2 in der 5. Minute und 13:4 in der 15. Minute auf 18:11 in der 28. Minute davon. Auch in dieser Höhe verdient gingen die kleinen Miezen mit einem sicheren Vorsprung von acht Toren (20:12) in die Kabine.
Nach dem Wechsel lief es noch besser für die Gastgeberinnen, die über 23:12 und 28:16 die Begegnung beim 31:17 in der 50. Minute entschieden. Domaschenko gab jetzt den A-Jugendlichen ihre Chance, die noch um 14 Uhr ihr Meisterschaftsspiel absolviert hatten. Zu ihren ersten Toren in der 3. Liga kam Katja Pötters, die ebenso wie Hannah Sattler, Rebecca Oeffling und Lisa Rollinger ihre Spielzeiten bekamen. Im Tor der Triererinnen glänzten Anne Monz und Anna Bocka, die 50 Prozent der aufs Trierer Tor abgefeuerten Bälle parierten. Am Ende feierten die kleinen Miezen mit ihren Fans einen hochverdienten 39:22 Erfolg, der für die Saison hoffen lässt, zumal die eine oder andere Verstärkung fürs Team im Saisonverlauf dazu kommen wird.
Monz und Bocka – Premm (10), Vallet (5), Adeberg (13/3), Hahn (4), Zelmel (5), Pötters (2), Oeffling, Rollinger, Sattler.
HSV Solingen – Gräfrath – Roude Léiw Bascharage 33:28 (14:11)
(R.S.) Auch das zweite Saisonspiel verliert der letztjährige Meister aus Bascharage und gehört nach Aussage seines Trainers Claude Weinzierl jetzt zu den Abstiegskandidaten. „So schnell kann es gehen“, meint der Trainer, der über die undisziplinierte Spielweise seiner Spielerinnen sehr verärgert war. „Grottenschlecht“, so das Fazit nach der Begegnung.
Die Solingerinnen führten streckenweise mit fünf Treffern, nur wenn Bascharage die Vorgaben umsetzte, war es ein Spiel auf Augenhöhe und so verkürzte der Gast vor dem Wechsel nochmals auf drei Tore. Nach einer Wende im Spiel sah es nach dem Wiederanpfiff aus. Mit drei Treffern in Folge gelang beim 14:14 der Ausgleich, aber damit war das Hoch im Gästespiel auch schon wieder vorbei. „Katastrophale Fehler ließen den Gastgeber da-vonziehen, dazu kam jetzt auch Pech im Abschluss. Diese Entwicklung habe ich so nicht erwartet,“ urteilte Weinzierl, dessen Team mit dieser Leistung wohl kaum noch eine Begegnung gewinnen kann.
Saftoui und Hansen – Braconier (2), Steuer, Rogucka (6), Goraj (7), Pimenta , Muller, Pal (9), Urban (4/3), Thill, Welter.
DJK/MJC Trier II – TV Lobberich (Samstag 19.30 Uhr Wolfsberghalle)
Auf jeden Fall wird das Spiel eine Standortbestimmung sein. „Ich baue hier auf die Erfahrung meiner Spielerinnen, die sie in der Regionalliga und der Bundesliga gesammelt haben. Dazu werde ich als Trainer mein Bestes geben“, verspricht der Miezen Coach.
HSV Solingen-Gräfrath – Roude Leiw Bascharage (Sonntag 17 Uhr)
Die Punkteteilung der Solinger in Recklinghausen war für Insider keine wirkliche Überraschung: in der letzten Saison wurde Gräfrath Zweiter. Drei Leistungsträgerinnen beim HSV überzeugten: Steffi Bergmann, Lisa Nettersheim und Franziska List waren die entscheidenden Figuren. Das Trio schaffte zusammen 19 Treffer. Beste Gräfratherin war Franziska List. Die Linksaußen hatte starke Szenen, glänzte als Vollstreckerin nach erster und zweiter Welle. Lisa Nettersheim, nach drei Wochen Trainingspause in die Startaufstellung gerückt, drehte in der zweiten Halbzeit auf. Eine ordentliche Leistung lieferte Torhüterin Christine Herrmann ab. Leonie Huckenbeck verdiente sich in der Abwehr die Bestnote.
„Wir schauen von Spiel zu Spiel, hoffen, dass im Oktober der Abstand zu den Spitzenteams noch nicht allzu groß ist. Auf keinen Fall werden wir in Solingen die Punkte kampflos abgeben, wir versuchen das derzeit Bestmögliche abzurufen. Wir können mit der gleichen Besetzung wie letzte Woche auflaufen“, hofft Weinzierl.