TuS Daun – HSG Irmenach/Kleinich/Horbruch 36:27 (14:15)

(R.S.) Mehr als überraschend besiegen die Dauner Damen den Meisterschaftsfavoriten aus dem Hunsrück! Für Dauns Trainerin Marion Reufsteck, dessen Team sich vor heimischer Kulisse eigentlich immer gut gegen den Favoriten aus der Affäre zog, schien es jedoch keine Überraschung zu sein.

„Bereits im Vorfeld hatte ich gesagt, dass wir entweder untergehen oder beim Umsetzen der Vorgaben eine Chance haben“. Das es jedoch am Ende so klar werden sollte, hatte auch Reufsteck nicht erwartet. Ihre Mannschaft setzte die Vorgaben um, spielte lange Angriffe und griff die HSG Angreiferinnen sehr frühzeitig an. „Wir haben das Publikum begeistert und die HSG entgeistert“, freute sich die Trainerin, für die die Mannschaft der Star war, gegen die der Gast seine körperliche Überlegenheit nicht einbringen konnte. „Es war ein verdienter Dauner Sieg“, gestand auch HSG Trainer Burkhard Präder, für den keine Spielerin ihre Normalform erreichte und die dem Dauner Spiel nichts entgegen zu setzen hatte. Dabei verlief die erste Hälfte völlig ausgeglichen. Über 5:5 und 8:8 gelang den Gästen sogar die Halbzeitführung zum 14:15.

„Was meine Mannschaft nach dem Wechsel zeigte, hatte mit Handball nichts zu tun. In Abwehr und Angriff ein Totalausfall. Wir haben uns kampflos ergeben, am Ende sogar die Brechstange ausgepackt. Daun hat unsere schwachen Abschlüsse dann konsequent mit Gegenstoßtreffern bestraft. ES gibt eben Tage, an denen einfach nichts laufen will. Das war ein Schuss vor den Bug zur richtigen Zeit. Wir haben jetzt vier Wochen bis zum nächsten Spiel Zeit, um darüber zu reden“, erklärt Präder.

Die Gäste lagen im zweiten Spielabschnitt nie mehr in Führung und Daun bestätigte mit dem kleinen, aber qualitativ gut besetzten Kader die Aussage der Trainerin Reufsteck, dass die Mannschaft, bleibt sie frei vom Verletzungspech, in dieser Saison eine gute Rolle spielen kann.

TuS: Hennen und Sonnen – Molitor (12/2),Minninger (3), Stahl (2), Philipp (1), Bauer (2), S. Schäfer (3), Kutscheid (8), Dunkel (1), A. Schäfer (4/1).
HSG: Kirst und Wolf – Herber (6), Reuter (6), Hermann (6), Jost (3), Kasper (2), Endel (2), Schug (2), Emmel, Born.

TuS Bannberscheid – HSG Wittlich II 35 : 29 (15 : 12)

„Gut gespielt und doch verloren“, so könnte das Fazit von Trainerin Heike Schaaf lauten. In einem hochklassigen Spiel, das wegen des fehlenden Schiedsrichters erst mit 20-minütiger Verspätung angepfiffen werden konnte (man einigte sich schließlich auf einen Schiedsrichter aus Bannberscheid) fehlte Wittlich häufig das Wurfglück. Die Gäste mussten zunächst mit der sehr aggressiven Spielweise der Gastgeberinnen zurechtkommen. Dem TuS Bannberscheid gelang es, den Aufsteiger immer mit zwei bis drei Toren auf Distanz zu halten. Dies wurde auch durch zwei verworfene Siebernmeter in der ersten Halbzeit begünstigt. Bemerkbar machte sich auch das Fehlen von Daniela Womelsdorf und Janina Rau, die auf der linken Angriffsseite für Druck sorgen.

Trotzdem gelang es Wittlich das Spiel bis zum 23:26 offen zu gestalten. Dann kassierte die HSG drei Tore in Folge. Anschließend gelang es dem Aufsteiger nicht mehr den Favoriten aus Bannberscheid in Bedrängnis zu bringen. Zumindest dürfte sich die HSG mit den beiden Auftaktspielen Respekt in der Liga verschafft haben. Immerhin gelangen gegen die beiden Titelaspiranten 53 Tore.

Lena Diede und Stefanie Heyer - Barth, Bieg (1), Ferner (3), Fischer (3), Lentz (4), Schabio, Schäfer (3), Simonis (11/3).


TuS Daun – HSG Irmenach/Kleinich/Horbruch (Samstag 17.15 Uhr Wehrbüschhalle)

(R.S.) Erstes Saisonspiel für beide Teams und dann gleich ein Lokalderby, bei dem aber die Rollen klar verteilt sind. Während Daun den Klassenerhalt sichern will, strebt die Hunsrück HSG eine Platzierung im vorderen Tabellendrittel an. „Der Gast ist klarer Favorit gegen den wir unsere Angriffe konsequent ausspielen müssen um das Gegenstoßspiel der Gäste zu unterbinden. Wir wollen verhindern, dass wir früh klar zurückliegen. Mit unserem kleinen Kader möchten wir uns zuhause gut präsentieren und positiv auftreten. Ich hoffe, dass wir dem Favoriten das Leben so schwer wie möglich machen. Mit Dunja Jost hat die HSG ihre stärkste Spielerin, die wie ausschalten müssen. Punkte wollen wir gegen andere Teams gewinnen“, erklärt Dauns Trainerin Marion Reufsteck.

Ob Jost überhaupt auflaufen wird, ist noch nicht klar. „Sie hat nach ihrer Menikusverletzung noch Trainingsrückstand. Ob ich sie einsetzen kann, entscheidet sich nach dem Spielverlauf. Wollen wir tatsächlich mitspielen, müssen wir beide Punkte aus Daun entführen. Aufpassen werden wir auf die starken Aussenspielerinnen der Eifelanerinnen und werden uns gegen die gute Torfrau Sarah Sonnen etwas einfallen lassen. Nach der Vorbereitung sehe ich der Begegnung positiv entgegen“, verrät HSG Trainer Burkhard Präder.

TuS Bannberscheid – HSG Wittlich II (Sonntag 15 Uhr)

Auch gegen den Meisterschaftsmitfavoriten TuS Bannberscheid wird sich die zweite Damenmannschaft der HSG Wittlich nicht verstecken. "Wir fühlen uns in der Außenseiterrolle wohl nehmen die Herausforderung gerne an", so die Trainerin Heike Schaaf. Mental gestärkt durch die guten Leistungen im Spiel gegen den hohen Favoriten TV Engers, dem man fast eine komplette Halbzeit Paroli bieten konnte, wird die HSG nach Bannberscheid reisen.

Auch wenn eine Stammspielerin beruflich bedingt fehlen wird, sollten wir an die in Wittlich gezeigten Leistungen anknüpfen bzw. uns noch steigern können. Immerhin mussten wir gegen den TV Engers auf Heike Schäfer und Ramona Lentz verzichten und konnten die beiden Ausfälle kompensieren“.