Biewers neuer Trainer Patrick Wagner will Philosophie des Vorgängers fortsetzen

Von TV Redakteur Mirko Blahak  15.02.11




Patrick Wagner (links) und Marc Köhler sollen bei der HSG Biewer/Pfalzel künftig als Trainer-Duo fungieren. TV-Foto: Hans Krämer

Früher als geplant hat Patrick Wagner (42) beim Handball-Rheinlandligisten HSG Biewer/Pfalzel den Trainerposten übernommen. Trotz personeller Engpässe strebt er noch Tabellenplatz drei an.
Nach und nach sind sie von Bord gegangen. Nach dem verletzungsbedingten Rückzug von Rückraumspieler Ron Mauruschatt sind nun auch Vater Heng und Bruder Andi nicht mehr Teammitglieder der HSG Biewer/Pfalzel. Trainer Heng Mauruschatt musste aus gesundheitlichen Gründen die Reißleine ziehen, im Zuge dessen hat Torhüter Andi Mauruschatt ein vorliegendes Angebot des Clubs aus Esch in seiner luxemburgischen Heimat angenommen.

Damit ist Patrick Wagner vorzeitig aus der Rolle des Co-Trainers in die des Cheftrainers geschlüpft. Geplant war der Schritt erst zur neuen Saison. "Kein Problem", sagt Wagner - und verweist auf seine 15-jährige Tätigkeit als Coach von Frauen- und Männermannschaften seines Heimatvereins HSG Mertesdorf/Ruwertal.

Der 42-Jährige will die Philosophie von Heng Mauruschatt fortsetzen. Heißt: mannschaftliche Geschlossenheit stärken, das Spieltempo erhöhen, Spieler der zweiten Mannschaft integrieren. Trotz zuletzt nur einem Punkt aus drei Partien wird weiterhin der dritte Platz angepeilt. "Wir wollen in der Rheinlandliga bester Verein aus dem Bezirk Mosel/Eifel werden", sagt Wagner. Sieben Partien stehen noch aus. Am Wochenende erwartet Wagner einen "Pflichtsieg" gegen Urmitz. Danach hat die HSG drei Wochen Spielpause. "Ich hoffe, dass in dieser Zeit unsere Verletzten zurückkommen." Aktuell müssen Andreas Backendorf, Christian Leinen und Carsten Rohr passen.

Im Sommer sollen drei, vier Akteure aus der zweiten Mannschaft (spielt in der Verbandsliga) aufrücken. Kandidaten sind neben Torwart Christoph Gerstmeier unter anderem Stefan Gerten und Matthias Krewer. Daneben sollen "ein bis zwei Spieler" von anderen Clubs kommen. Großes Interesse besteht an Rückraumspieler Michael Stein (HSG Irmenach/Kleinich/Horbruch).

Der Stamm des Teams soll bleiben. Vom künftigen Gesicht des Kaders hängt ab, ob Marc Köhler seine Karriere beendet. Der 35-Jährige würde gerne aufhören, um sich in der neuen Saison ganz auf die ihm zugedachte Funktion als zweiter Coach an der Seite von Wagner konzentrieren zu können.