HSG Biewer/Pfalzel – HSG Irmenach/Kleinich/Horbruch 29:27 (14:12)

(R.S.) Das mit Spannung erwartete Lokalderby zwischen der Trierer HSG und der Hunsrück HSG endete mit einem Erfolg der Trierer, der jedoch die Frage nach der unerklärlichen Auftaktniederlage in Andernach aufwirft.

Die Gästemannschaft von Trainer Markus Bach überraschte den schlecht starteten Gastgeber, führte über 0:3 bis 2:5, ehe die Köhler-Schützlinge aufwachten und sich ins Spiel zurückkämpften, beim 7:7 erstmals ausglichen. „Ich hatte schon die Befürchtung, dass wir nahtlos an die Leistung aus Andernach anknüpfen“, gestand Köhler. Beide Mannschaften versuchten mit einer offensiv ausgerichteten 5:1 den jeweiligen Rückraum in den Griff zu bekommen. Erst die Auswechslung des bis zu diesem Zeitpunkt enttäuschenden Zoltan Ponyi und die Einwechslung von Christian Stein brachte die HSG ins Spiel zurück. „Christian Stein und Carsten Rohr waren dafür verantwortlich, dass den Trierern der Halbzeitvorsprung gelang. Unsere Abwehr funktionierte schlechter als die des Gastgebers“, meinte Gästetrainer Markus Bach.

Nach dem Wechsel bauten die Trierer ihren Vorsprung auf vier Tore aus, führten 24:20, ehe die Gäste innerhalb von drei Minuten den Vorsprung in der 47. Minute beim 24:24 egalisierten. Allerdings bekamen die Gäste den wieder eingewechselten Ponyi jetzt nicht mehr in den Griff. Der Trierer Neuzugang erzielte seine 7 Treffer alle nach dem Wechsel. Zusammen mit Michael Stein war er vom Gäste-Deckungsverband nicht mehr auszuschalten. „Ich muß hier meiner Abwehr und den Torhütern einen Vorwurf machen, da Ponyi immer wieder in die Torwartecke traf“, gab Bach zu. In den Schlußminuten fehlte den Gästen die Kraft um das Spiel noch einmal spannend zu machen. Die Gastgeber behaupteten über 26:24 und 28:26 ihren zwei Tore-Vorsprung über die Zeit.

„Es war ein verdienter Sieg meiner Mannschaft, in der Christian Leinen klug Regie führte, seine Mitspieler gut ins Szene setzte, Geburtstagskind Stefan Gerten sich mit zwei Treffern selbst beschenkte und unser 19-jähriger Matthias Krewer die an ihn gestellten Aufgaben stark löste“, freute sich Triers Trainer Marc Köhler.

Sein Trainerkollege sieht bei seinem Team Steigerungspotential, insbesondere in Anbetracht der Tatsache, dass mit Shalimov, Vasek und Schupp wichtige Spieler aufgrund ihrer Verletzungen noch nicht eingesetzt werden konnten. Rückkehrer Korab Muligi wurde aufgrund seines Trainingsrückstandes erst in den letzten 15 Minuten eingesetzt. „Nicht zufrieden war ich mit unserem Rückraum. Während die Gastgeber über den Rückraum zu 24 Toren kamen, erzielten wir nur 11 Treffer aus der Distanz. Wenn ich die sechs Treffer unseres Nachwuchstalents Moritz Adam abziehe, kann ich mit fünf Treffern der restlichen Rückraumspieler nicht zufrieden sein“, klagte Bach. Den Gastgeber bescheinigte Bach, eine gezielte Verstärkung des Kaders. „Mit Michael Stein und Zoltan Ponyi haben die Trierer wichtige Alternativen, die die Möglichkeit geben, mehr durch zu wechseln. Damit können die in der letzten Saison erkennbaren konditionellen Probleme überdeckt werden. Mit Thomas Billen verfügen die Trierer zudem über einen Kreisläufer, der viel arbeitet und die Abwehr ständig beschäftigt. Wenn der Kader so bleibt und keine Verletzungen auftreten, werden die oben mitspielen“, ahnt der Hunsrücker Coach.

Die spannende und kampfbetonte Partie stand unter der guten Leistung des Schiedsrichtergespanns Brust und Wagner.

HSG B/P: Gersmeyer und Mohr – Frisch (2), Ponyi (7), Gerten (2), Krewer (4), C. Stein (6), Billen (1), M. Stein (5), Rohr (2), Zmijewski, Kuhfeld, Backendorf.
HSG I/K/H: Endel und Olivier – Adam (6), Hölzenbein (5), Dämgen, Koch, Kiesel (1), Gedert (6/4), Weber (2), Faust (5/2), Muligi (2). 

Bad Ems – HSC Schweich 20:22 (9:10)

Kein Spiel wie jedes andere in Bad Ems. Da im Laufe der Woche ein Spieler derzZweiten Mannschaft der Gastgeber tödlich verunglückt war, begann das Spiel mit einer Trauerminute und in der Halle war auch dementsprechend bedrückende Stimmung.

Die Gastgeber starteten trotzdem besser in die Partie und gingen mit 2:0 in Führung. Anschließend gestaltete der HSC die Begegnung offen, führte erstmals beim 2:4. In der 25.Spielminute gingen die Gastgeber dann letztmalig für diesen Abend beim Stand von 8:7 in Führung, die der HSC bis zur Halbzeit in eine 10:9 Führung umwandelte.

„Die ersten Spielminuten nach dem Seitenwechsel gehörten dann uns und wir konnten bis zur 40. Minute unsere Führung auf 16:12 ausbauen. Jetzt machte sich langsam der Kräfteverschleiß und die Tatsache, dass vier Stammspieler die kompletten 60 Minuten durchspielen mussten, bemerkbar. Beim Stand von 17:18 aus Sicht der Gastgeber drohte die Partie zu kippen. Aber auch in der Phase hatten wir dann die richtigen Antworten und beim Stand von 19:20 entschieden wir dann in der 57. Minute das Spiel mit zwei Treffern in Folge zu unseren Gunsten“, freute sich HSC Coach Andreas Rosch, der aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung neben Torhüter Dirk Schmidt vor allen Lukas Hertz und Andi Schröder heraus hob, die über 60 Minuten die gegnerische Abwehr vor kaum lösbare Probleme stellten. Letztendlich war aber die gute Defensivleistung für den Auswärtssieg ausschlaggebend, denn lediglich 20 Gegentore in Bad Ems sprechen eine deutliche Sprache und zeigen dem HSC Trainer, dass die Mannschaft in der Abwehr auf dem richtigen Weg ist.

„Allerdings hätten wir das Spiel bei besserer Chancenverwertung viel früher für uns entscheiden können“, kritisierte Rosch.

HSC: Schmidt – Hertz (10/2), Sturm, Arenz, Schröder (6), Nerling (1), Rosch (4), Zock, Rohr (1), Karrenbauer.

TuS Weibern – TV Bitburg 38:37 (17:19)

Auch einen Tag nach dem Spiel konnte sich Bitburgs Trainer Janosh Klimek nicht beruhigen. Seinem Frust gegen das Schiedsrichtergespann Schulz/Ring ließ Klimek freien Lauf: „Wir verlieren das Spiel wegen den Schiedsrichtern. Das macht einfach keinen Spaß mehr. Warum tun die das?“. Damit bezieht sich Klimek auf das, was kurz vor Schluss von den beiden „Unparteiischen“ entschieden wurde.

Die Hallenuhr zeigte 57.40 Minute Spielzeit an, als die Referees entscheidend ins Spiel eingriffen. Zunächst setzte es beim 36:36 eine völlig unerklärliche Zeitstrafe gegen Bitburgs Manuel Wahl und 20 Sekunden vor dem Ende kam eine weitere Zeitstrafe gegen Sven Lauer hinzu. Mit nur vier Feldspielern war Bitburg dann offenbar chancenlos. Weibern erhielt einen Siebenmeter, der jedoch nicht verwandelt wurde. Den ins Feld zurückspringenden Ball erwischt ein Weiberner Spieler und zur Überraschung aller entschieden die Schieris erneut auf Siebenmeter, der zur 37:36 Führung der Gastgeber verwandelt wurde. Im Gegenzug wurde ein Foul am Bitburger Angreifer nicht geahndet, Weibern entschied das Spiel zum 38:36.

„Das Spiel hatte keinen Sieger verdient. Es war ein tolles Spiel für die Zuschauer. Viele Emotionen, hohes Tempo und viele Tore sowie stark haltende Torhüter trugen zu einem spannenden Spiel bei, dass von den Schiedsrichtern entschieden wurde. Wir haben alles gegeben, mehr war einfach nicht drin“, fand Klimek.

TV: Neuerburg und Wielvers – Steinbach (3), Sonnen (2), Enders (9/4), Wolff (6), S. Lauer (6), J. Lauer (5), Nelles (4), Wahl (2), Loell, F. Bernreiter, P. Bernreiter.

SG Gösenroth/Laufersweiler – HSG Wittlich 31:31 (11:13)

Aufsteiger Gösenroth/Laufersweiler bleibt das Überraschungsteam der Saison. Die Mannschaft von Trainerin Jutta Holl kam gegen das von Michael Göbel trainierte Team aus der Eifel zum leistungsgerechten Remis! Das Ergebnis geht nach Ansicht beider Trainer in Ordnung.

In einem typischen Lokalderby, das jederzeit Werbung für den Handball war, führten die Gastgeber sogar 10 Sekunden vor dem Ende mit 31:30, mussten dann aber den Ausgleichstreffer der Gäste per Siebenmeter hinnehmen. „Wenn man so knapp vor dem Abpfiff führt, füllt man sich schon als Verlieren“, so die erste Stellungnahme von SG Trainerin Holl. Die HSG aus Wittlich führte in den ersten 15 Minuten ständig, lag teilweise mit zwei bis drei Toren in Führung. „Wittlich war aus dem Rückraum einfach gefährlicher und konsequenter“, lobte Holl, deren Mannschaft aber nach dem Wechsel besser mit dem Angriffsspiel der Gäste zurecht kam.

Zum einen zeigte die kurze Deckung gegen Sebastian Präder ihre Wirkung. Wittlich blieb 12 Minuten ohne Tor und so glich die SG nach dem 14:18 zum 18:18 aus. Ausgeglichen verlief das Spiel über 23:23 und 28:28 bis in die Schlußminuten. „Einige meiner Spieler hatten Probleme mit der Tatsache, dass wir ohne Harz spielen mussten“, klagte Göbel, der aber ebenfalls von einem gerechten Remis sprach.

SG: Schneider und Lengert – Stoffel (2), Tatsch (1), Lissin, Stumm (7), Dreher (2), Sagel, Seidensahl (3), Peltsch (4), Gerhardt, Hübner (8/5), Tatsch A., Fritz.
HSG:Stoffel und Christophel – Nabakowski, Malmedy (8), J. Präder (2), Link (2), Ames, S. Präder (4), P. Clemens (6), Weyer (7), Stelmach (1), Lukanowski (1).


TuS Weibern – TV Bitburg (Samstag 19.30 Uhr)

(R.S.) „Das wird eine harte Nuss für uns“, ahnt Bitburgs Trainer Janosh Klimek, der dabei wohl auch an die Niederlagen der letzten beiden Jahre in Weibern denkt. Wie heimstark die Gastgeber sind, beweist die Tatsache, dass die Mannschaft in den letzten beiden Jahren nur eine Heimniederlage zu verkraften hatte. So fordert Klimek von seinem Team, die Grundlage für einen möglichen Sieg in der Abwehr zu legen. „Wenn uns das gelingt, wir einen starken Torwart im Kasten haben und dem Gegner den einen oder anderen Ball abjagen können, steigen unsere Chancen. Allerdings muß die Abwehr hart arbeiten“, verlangt Klimek.

Zuhause sind die TuS’ler für ihre hohe Trefferquote bekannt, auch die Pokalniederlage gegen Gösenroth sieht Klimek nicht als Beinbruch für die Gastgeber an. „Die einen nehmen den Pokal ernst, die anderen nicht“. Die Braustädter können wieder auf Stammspieler Florian Enders zurückgreifen, der im Auftaktspiel am vergangenen Wochenende aus Urlaubsgründen fehlte.

HSG Biewer/Pfalzel – HSG Irmenach/Kleinich/Horbruch (Samstag 19.30 Uhr Mäusheckerweghalle)

Das erste Lokalderby der neuen Saison steigt am Samstagabend in der Mäusheckerweghalle. Die HSG Biewer/Pfalzel erwartet das Team aus dem Hunsrück, dass nach eigenen Angaben solange wie möglich um die Meisterschaft mitspielen will. Allerdings hat sich der Kader von Gästetrainer Markus Bach von ehemals 18 Spielern doch arg dezimiert. So fehlen mit Reimann, Berg, Sveinson gleich drei Spieler verletzungsbedingt, für Rene Vasek kommt der Einsatz nach seiner Verletzung noch etwas zu früh und auch Maxim Shalimov dürfte kaum einsetzbar sein. Ein Fragezeichen steht hinter Korab Muligi (private Gründe).

Anders sieht es beim Gastgeber aus. Trainer Marc Köhler schöpft aus dem Vollen, setzt lediglich hinter den Einsatz von Carsten Rohr (Knieprobleme) ein Fragezeichen und sieht den Gast in der Favoritenrolle. „Wir können befreit aufspielen, wollen nicht um die Meisterschaft mitspielen und sehen daher den Gast als Favorit. Steigern müssen wir definitiv unsere Angriffsleistung, wenn wir überhaupt eine kleine Chance haben wollen. Die Gäste werden auf alle Fälle eine kampfstarke und eingespielte Mannschaft aufs Feld schicken, egal, ob wichtige Stammspieler fehlen“, glaubt Köhler, der von seinem Team von Anfang an die kämpferische Einstellung fordert.

„Die Trierer sind für mich ein direkter Konkurrent, der uns die Spielpraxis voraus hat. Viele meiner jungen Spieler geben ihr Debut in der 1. Mannschaft und müssen beweisen, wie sie mit dem Druck zurecht kommen. Der Gastgeber hat sicherlich den höheren Druck, den nach der Auftaktniederlage steht das Team bereits unter Zugzwang. Aufpassen werden wir besonders auf den Trierer Neuzugang Ponyi, der mit seinen 9 Toren am letzten Wochenende ein Ausrufezeichen gesetzt hat. Dazu kommt die Tatsache, dass unser Sorgenkind der letzten Saison, Michael Stein, nun beim Gastgeber aufläuft. Das wird sicherlich ein heißer Tanz“, glaubt Gästetrainer Bach.

TV Bad Ems – HSC Schweich (Samstag 19.30 Uhr)

Es ist für beide Mannschaften das erste Saisonspiel, da die jeweiligen Begegnungen der Teams am ersten Spieltag verlegt wurden. Somit werden beide Mannschaften sicherlich nervös an das Spiel herangehen und es bleibt abzuwarten, welche Mannschaft zuerst in der neuen Saison ankommen wird.

„Soweit ich informiert bin, hat sich in Bad Ems, genau wie bei uns, personell wenig geändert, So treffen hier zwei Mannschaften aufeinander, die sich schon einige Male in diesen Besetzungen gegenüber standen. Wir gehen davon aus, dass es vor allem der gute Bad Emser Rückraum sein wird, den wir in den Griff bekommen müssen, um Spiel eine Siegchance zu haben“, ahnt HSC Coach Andreas Rosch, dessen Team in den vergangenen Jahren immer als Verlierer aus der Halle in Bad Ems ging.

„Wir werden mit einem relativ dünnen Kader in Bad Ems antreten, da wir neben unserem Neuzugang Christian Leyh, der aufgrund eines Bänderisses aus dem Pokalspiel in Welling ausfällt, auch noch auf Torhüter Jörg Barton verzichten müssen. Aufgrund der Regelung, dass in den ersten beiden Spieltagen nicht zwischen den Mannschaften gewechselt werden kann, können wir auch nicht durch Spieler unserer Zweiten Mannschaft ergänzen“, klagt Rosch.

SG Gösenroth/Laufersweiler – HSG Wittlich (Sonntag 17 Uhr)

Mit dem zweiten Lokalderby geht es am Sonntagnachmittag weiter. Aufsteiger Gösenroth/Laufersweiler erwartet die HSG Wittlich zu einer Begegnung, das beide Trainer als Standortbestimmung einstufen.

Gästetrainer Michael Göbel lobt den Aufsteiger: „Für viele sind die Siege der SG im Pokal gegen Weibern und in Welling Überraschungen, für mich nicht! Ich kenne das Team noch aus Verbandsligazeiten und bin sicher, dass mit Stoffel und Hübner eine ideale Verstärkung des Teams gelungen ist. Die Stärken scheinen im Deckungsverband zu liegen und so gilt es für meine Mannschaft, dieses Bollwerk mit Geduld und Konzentration, anzugreifen. Die Siege unterstreichen zudem die Tatsache, dass dieses Mannschaft mit Verstand spielt und am Ende im gesicherten Mittelfeld zu finden sein wird. Wir haben Respekt, wollen den Gastgeber aber mit einigen taktischen Dingen überraschen und ärgern. Verzichten muß ich weiterhin auf die Stammspieler Clemens, Lieser, Link und Wingels aufgrund ihrer Verletzungen“, verrät Göbel.

Seine Trainerkollegin Jutta Holl freuen die Komplimente, die aus der Eifel kommen: „Es freut mich, dass mein Kollege uns so stark sieht. Wittlich ist eine in der Liga etablierte Mannschaft gegen die wir eine Standortbestimmung vornehmen können. Es ist auf jeden Fall ein anderes Kaliber als Welling. Augenmerk werden wir auf den rechten Rückraum mit Chris Stelmach legen. Auf jeden Fall wollen wir jetzt auch unser erstes Heimspiel gewinnen, bei dem erfreulicherweise Michael Dreher mitwirken kann. Seine Verletzung hat sich als nicht gravierend herausgestellt. Auf jeden Fall dürfen wir nicht so viele Chancen liegen lassen wie in Welling. Das geht gegen Wittlich ins Auge. Ich rechne mit einem ausgeglichenen Spiel und einem knappen Ergebnis“, glaubt Holl.

Für wen, lässt die SG Trainerin offen.