Trotz Miro: Es fehlt an Erfahrung

Von TV Redakteur Mirko Blahak
08.02.11


 
Angesichts von sechs Punkten Rückstand auf Platz zehn scheint für die Handball-Herren des TuS Fortuna Saarburg der Abstieg aus der Rheinlandliga kaum noch abwendbar. Dank der Rückkehr von Andreas Miroschnitschenko keimt jedoch noch ein Funken Hoffnung.
Fehlenden Einsatz wirft Wolfgang Schnase seiner Mannschaft nicht vor. "Wir versuchen alles, um noch ein paar Punkte zu holen", sagt der Trainer des Rheinlandligisten TuS Fortuna Saarburg. Ob der Wille ausreicht, die Klasse zu halten, muss zum jetzigen Zeitpunkt bezweifelt werden. Der Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen ist groß.

Den Fortunen droht der zweite Abstieg in Folge. Im Sommer 2010 gab es nach dem Fall aus der Oberliga eine große Zäsur im Kader. Vier A-Jugendliche und drei Spieler, die ihr erstes Jahr als "Senioren" bestreiten, stehen nun im Team. Jungs aus der Region, die für eine stärkere Identifikation sorgen sollen.

"Uns fehlt die Erfahrung. In einigen Situationen sind wir zu grün", sagt Schnase. Aus Sicht von Doris Bender, Vorsitzende der TuS-Handball-Abteilung, würde ein Abstieg der Arbeit im Verein einen Knacks versetzen, aber keinen Flurschaden anrichten. "Noch haben wir uns nicht aufgegeben", gibt sie als Parole aus.

Die Hoffnung hat einen Namen: Andreas Miroschnitschenko. Der Mittzwanziger hatte zugunsten des Boxsports nach der vergangenen Saison den Handball aufgegeben. Nun ist er wieder zurück bei der Fortuna. Seine Erfahrung soll helfen, das Unmögliche doch noch möglich zu machen. "Er kann uns helfen, die Klasse zu halten", sagt Bender. "Miros" Vorzüge unterstreicht Schnase: "Er ist ballsicher, sehr schnell und zieht zwei Gegenspieler auf sich."

In den vergangenen zwei Partien hat Miroschnitschenko jetzt mitgewirkt - einen Sieg gab es jedoch nicht. Schnase: "Noch klappt das Zusammenspiel nicht wie gewünscht. Wir müssen Miro schnell einbauen." Nur noch acht Spiele stehen an. Die Zeit läuft Saarburg davon. Bender: "Natürlich müssen wir uns mit einem möglichen Abstieg beschäftigen." Genießt Trainer Wolfgang Schnase, der die Mannschaft vor der Saison übernommen hatte, weiterhin das Vertrauen? Bender: "Bis jetzt ja."