Ein Hamburger Jung als alter Hase - 12.09.11
Quelle: Trierischer Volksfreund
Marc
Köhler (35) hat die ersten Wochen als Cheftrainer der HSG
Biewer/Pfalzel bewältigt. Der ehemalige Spieler ist positiv überrascht:
Die Umstellung hat sich der gebürtige Hamburger schwieriger vorgestellt.

Köhler - vom taktgebenden Spieler zum Trainer. "Die Umstellung klappt ganz gut. Ich hatte es mir schwerer vorgestellt, gegenüber den ehemaligen Mitspielern auch mal deutlicher werden zu müssen", bekennt der 35-Jährige.
Der gebürtige Hamburger kam im Oktober 1999 wegen seines Soziologie-Studiums nach Trier. Ursprünglich wollte er nur bis zum Vordiplom an der Mosel bleiben. Köhler änderte den Plan. Er wohnt bis heute in Trier, ist liiert und bei "Club Aktiv" angestellt. Seit zwölf Jahren hält er mit Ausnahme einer Saison der HSG Biewer/Pfalzel die Treue. Als Spieler war er Leistungsträger. Im Jahr 2006 beschäftigte sich der Kreisläufer erstmals mit einem Karriere-Ende. Ein Jahr Pause wegen einer Schulter- und Kreuzbandverletzung machte nachdenklich. "Als Sportinvalide wollte ich aber nicht aufhören. Ich bin froh, danach noch mal den Anschluss geschafft zu haben", sagt Köhler.
In diesem Sommer zog der Routinier nun endgültig einen Schlussstrich. Als Cheftrainer hat er gemeinsam mit seinem "Co." Patrick Wagner das Sagen in der neu formierten Herren-Mannschaft der HSG. Am nächsten Samstag erwartet Biewer/Pfalzel im ersten Heimspiel die HSG Irmenach/Kleinich/Horbruch. Es ist eins von vielen spannenden Lokalderbys in dieser Saison. Fünf Vereine aus der Region Trier kämpfen in der Rheinlandliga um Punkte. Das ist gut und schlecht zugleich, findet Köhler: "Die Lokalderbys werden emotionsgeladen sein. Davon lebt der Sport, das ist positiv. Schade ist dagegen, dass kein Verein aus der Region mehr in der Oberliga vertreten ist. Wir müssen aufpassen, dass der Männerhandball im Bezirk nicht komplett ins Abseits gerät."