DJK/MJC Trier II – Borussia Dortmund II 39:31(22:17)

(R.S.) Mit einer Überraschung warteten die Gastgeberinnen am Samstagabend in der Mäusheckerweghalle gegen den Ligakonkurrenten Dortmund auf. Mit Caroline Schmele lief die ehemalige Bundesligaspielerin der HSG Blomberg-Lippe im Trikot der kleinen Miezen auf, genau einen Tag vor dem wichtigen Spiel der beiden Bundesligateams. Ihr Vertrag in Blomberg war zum 30.10.2011 aufgelöst worden, aus Studiengründen wechselte sie jetzt nach Trier. „Verständlicherweise fehlt ihr noch die Bindung zum Spiel, zudem hat sie noch Trainingsrückstand. Aber das wird eine Topspielerin für uns“, freute sich Trainer Igor Domaschenko.

Von Beginn an lieferten sich beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch, die kleinen Miezen wurden von den Gästen zu einer enormen Laufleistung gezwungen. Es war ein ständiges Hin und Her. Die Gäste hofften mit ihrer breit besetzten Bank mögliche konditionelle Vorteile gegenüber den Gastgeberinnen ausspielen zu können, zumal mit Megane Vallet eine wichtige Leistungsträgerin für das Bundesligaspiel geschont wurde. Den besseren Start erwischten die Gastgeberinnen, die mit 8:2 in der 7. Minute führten, ehe die Gäste besser ins Spiel fanden. Ursache hierfür aber waren die vielen technischen Fehler der kleinen Miezen, die es den Gästen erlaubten über 12:7 und 15:8 dran zu bleiben und dann in der schwächsten Phase im Trierer Spiel sogar auf 16:14 zu verkürzen. Rechtzeitig fing sich das Domaschenko Team wieder, baute den Vorsprung bis zur Pause auf 22:17 aus.

Auch nach dem Wechsel geriet der Sieg der kleinen Miezen nie in Gefahr. Der Gast aus Dortmund konnte den Vorsprung der Gastgeberinnen nie gefährden, ständig lagen mindestens fünf Tore Differenz zwischen den Teams. Dies lag vor allem an der an diesem Tag überzeugend spielenden Katrin Premm, die neben ihrer starken Abwehrleistung 12 Treffer zum Miezen Erfolg beisteuerte. „Sie hat sich keinen einzigen technischen Fehler geleistet“, lobte auch Domaschenko. Daneben sorgte Laura Hahn bei acht Versuchen und acht Toren für eine 100 % Quote von Rechtsaussen. „Besser geht es von der Position nicht“, freute sich der MJC Coach.

Einen gelungenen Einstand feierte nach ihrer Verletzungspause Nathalie Adeberg, die ihre Torgefährlichkeit aus dem Rückraum unter Beweis stellte. Pech hatte erneut Kreisläuferin Lisa Rolinger, deren Knieverletzung im ersten Spielabschnitt aufbrach und die wohl länger ausfallen wird. Über 34:29 und 37:31 zogen die kleinen Mädels einem ungefährdeten Sieg entgegen und vergrößern auf Platz 7 den Abstand zu den abstiegsgefährdeten Teams.

Kockler und Bocka – Premm (12), Adeberg (9/3), Zelmel (5), Rolinger (1), Schmele (2), Hahn (8), Pötters (1), Sattler (1).

HSG Mörfelden/Walldorf – Roude Léiw Bascharage 26:26 (13:11)

Hiobsbotschaft für die roten Löwinnen vor dem Spiel in Mörfelden: Tina Welter musste aufgrund einer Rückenverletzung pausieren, fällt wohl länger aus und so trat das Rumpfteam von 10 Spielerinnen mit Trainer Claude Weinzierl die 300 Kilometer weite Fahrt an.

„Am Ende war es das Maximum was wir erreichen konnten“, meinte Weinzierl nach dem Spiel und kritisierte die einseitige Schiedsrichterleistung von Menne/Thiele, die selbst Gastgebertrainer Thomas Seitz teilte. „Wenn selbst der Trainerkollege bescheinigt, dass wir an diesem Abend nicht gewinnen durften, sagt das alles aus“, so Weinzierl.

Es war ein ständiges Hin und Her im ersten Spielabschnitt, bei wechselnden Führungen (5:3 für die HSG und 6:8 für die Löwinnen) gingen die Gastgeberinnen zur Pause mit zwei Treffern Vorsprung in die Kabine. Erst nach dem Wechsel kippte die Leistung der Schiedsrichter gegen die Löwinnen! Beim 20:17 für die HSG kassierte zunächst Trainer Weinzierl eine Zeitstrafe, da er die Entscheidungen der Referees nicht mehr unkommentiert ließ. Seine Mannschaft zeigte aber in den letzten 15 Minuten eine Trotzreaktion, steigerte sich vor allem im Abwehrverband erheblich und kam zum 25:25 Ausgleich.

 „Dann kam der Hammer: Unsere auf der Bank sitzende Torfrau Saftoui warnte ihre Mitspielerinnen vor der schnellen Mitte der HSG, kassierte völlig unberechtigt eine Zeitstrafe und so spielten wir die letzte Minute in Unterzahl. Es gelang uns der Führungstreffer zum 25:26, den die Gastgeberinnen egalisierten. In den letzten 20 Sekunden haben wir dann den Punktgewinn über die Zeit gerettet. Es war eine glänzende kämpferische Leistung des Teams, das besser in die Rückrunde als in die Vorrunde gestartet ist. Im Vergleich haben wir jetzt vier Punkte mehr, mit den Löwinnen ist wieder zu rechnen“, meint Weinzierl.

Hansen und Saftoui – Steuer (4/3), Rogucka (4), Goraj (6), Pimenta, Muller (1), Pal (4), Thill, Brabasne Trufan (7/1).


DJK/MJC Trier II – BV Borussia Dortmund II (Samstag 19.30 Uhr Mäusheckerweghalle)

(R.S.)
Ausgangslage: Ungewohnter Austragungsort für die kleinen Miezen, das Spiel findet in der Mäusheckerweghalle statt! Mit Platz 8 belegen die kleinen Miezen derzeit „den Platz an der Sonne“, einen Nichtabstiegsplatz. Der Gast aus Dortmund liegt nach lediglich zwei Saisonsiegen auf dem vorletzten Platz und dürfte kaum noch Chancen auf den Klassenerhalt haben.

Personal: Der Trainer der kleinen Miezen Igor Domaschenko hofft auf den Einsatz der Spielerinnen des letzten Wochenendes, vor allem auf die Genesung von Rückraumspielerin Nathalie Adeberg.

Prognose: „Bereits im Hinspiel hatten wir einen starken Gegner in Dortmund. Die junge Mannschaft ist konditionell top. Da die 1. Mannschaft am gleichen Tag in der 2. Bundesliga in Metzigen auflaufen muss, rechne ich nicht damit, dass Verstärkungen mitspielen werden. Es bleibt abzuwarten, wie die Leistungsträgerinnen meiner Mannschaft das Bundesligaspiel am Mittwoch weggesteckt haben. Dazu steht am Sonntag gleich das nächste Spiel gegen Blomberg-Lippe an. Trotz alledem müssen wir das Spiel gegen Dortmund auf jeden Fall gewinnen. Es ist ein vier-Punkte-Spiel", erklärt der MJC Coach.

HSG Mörfelden/Walldorf – Roude Leiw Bascharage (Samstag 19.30 Uhr)

Ausgangslage: Das Hinspiel fand erst Mitte Dezember statt, endete mit einer Heimniederlage der roten Löwinnen, die damit die dritte Niederlage in Folge kassierten. Im neuen Jahr ist das Team von Trainer Claude Weinzierl noch ungeschlagen. Für beide Teams geht es darum, mit einem Sieg den Anschluss an das Führungsduo Ober-Eschbach und Köln zu halten. Nur der Gewinner der Spiels sollten noch Chancen auf den dritten Platz haben.

Personal: Fehlen wird Rückraummitte Nathalie Muller aus Studiengründen.

Prognose: „Wir wollen die Hinspielniederlage wettmachen und da weitermachen, wo wir im ersten Spielabschnitt des Solingen Spiels aufgehört haben. Langsam kehrt das Selbstvertrauen ins Team zurück. Wichtig ist, dass wir unsere Fehler dann minimieren, wenn wir mal einen Vorsprung haben. Das war auch gegen Solingen das Problem. Die Gäste sind auf allen Positionen gleichwertig besetzt und wir haben aus dem Hinspiel gelernt. IN den letzten Minuten entschied der HSG das Spiel über den rechten Rückraum. Mit der richtigen Einstellung wollen wir das verhindern. Wir wollen zeigen, dass wir kämpfen können“, verspricht Löwentrainer Claude Weinzierl.