TV Verl – Roude Léiw Bascharage 14:25 (2:12)

(R.S.) Eindrucksvoll melden sich die roten Löwinnen nach vier sieglosen Spielen in der Liga zurück. Beim TV Verl kam das Team von Trainer Claude Weinzierl zu einem ungefährdeten und in dieser Höhe unerwarteten Erfolg. Das Hinspiel hatte der TV Verl in Bascharage gewinnen können, war dann mit lediglich zwei Siegen bis auf einen Abstiegsplatz zurück gefallen. Es folgten personelle Veränderungen im Verein und zuletzt versuchten die Gastgeber mit der Verpflichtung des dänischen Trainers Kim Sörensen ein Signal zu setzen. Es blieb dem neuen Trainer und seinem Team nur wenig Zeit, sich kennenzulernen. Aber auch bei Bascharage verlief die Hinrunde sicher anders, als sich dies die Verantwortlichen bei den Löwinnen vorgestellt hatte. Zuletzt setzte es vier Niederlagen in Folge und das Abrutschen ins Mittelfeld. So durfte man auf den ersten Auftritt des Weinzierl Teams im neuen Jahr gespannt sein.

Die Mannschaft legte los wie die Feuerwehr, spielte in den ersten 15 Minuten die „perfekte Welle“ (Zitat Weinzierl), führte dabei beim 0:10 den Gastgeber regelrecht vor. Sinnbild des Zwischenstandes war die Tatsache, dass Verls stärkste Spielerin Nina Jacobkersting, die von Andi Janicz, die sich im komplett in den Dienst der Mannschaft stellte, völlig ausgeschaltet wurde. „Es war eine tolle Abwehrleistung, eine starke Saftoui, starkes Tempogegenstoßspiel und eine optimale Torquote“, freute sich ein sichtlich erleichterte Löwinnen Coach Claude Weinzierl. Verständlicherweise schalteten die Löwinnen jetzt einen Gang zurück, verwalteten ihren Vorsprung, ließen den Gastgeber aber nie ins Spiel finden. Trotz des kleinen Kaders (ohne Muller, Braconier und Urban) und der Tatsache, dass Marta Goraj die ganze Woche krankheitsbedingt nicht trainieren konnte, überzeugten die Gäste.

„Enttäuscht war ich vom Auftritt der Verlerinnen, die noch im Hinspiel bei uns gewinnen konnten. Es war kein Aufbäumen erkennbar, der Trainerwechsel scheint keinen Schub beim Gastgeber bewirkt zu haben“, fand Weinzierl. Am Ende sprechen vor allem die lediglich kassierten 14 Gegentreffer eine eindeutige Sprache für die Leistungsstärke der Löwinnen, die jetzt ihren Formanstieg in den nächsten Spielen dokumentieren müssen.

Saftoui und Hansen – Steuer (1), Goraj (9), Rogucka (3), Pimenta (1), Pal (6), Thill (1/1), Welter (3); Janicz (1).

DJK/MJC Trier II – TV Beyeröhde 28:24 (11:12)

(R.S.) Die kleinen Miezen starten mit einem Sieg ins neue Jahr! Gegen den Tabellendritten aus Beyeröhde war es letztlich der unermüdliche kämpferische Einsatz und die individuelle Klasse der Leistungsträgerin des Gastgebers, der für den Sieg verantwortlich war. Dazu kam eine Jessica Kockler, die wichtige Bälle parierte, darunter fünf Siebenmeter.

Die Triererin Nathalie Adeberg (rechts) ist für ihr Team gegen Bayeröhde eine wichtige Stütze gewesen. TV-Foto: Sebastian Schwarz

Das Spiel begannen die Triererinnen ohne Nathalie Adeberg, die eigentlich laut Aussage von Trainer Igor Domaschenko nur fünf Minuten aufgrund ihrer Verletzung spielen sollte. Doch bereits nach 15 Minuten war klar, ohne Adeberg war heute kein Blumentopf zu gewinnen. Die kleinen Miezen kamen überhaupt nicht mit der sehr offensiven Gästeabwehr zurecht, lagen schnell 0:3 zurück und schien bis zur Einwechslung von Adeberg beim 3:7 einem Debakel entgegenzusteuern. Mit Adeberg verfügten die Gastgeberinnen über eine ballsichere Mitspielerinnen, die ihren Anteil daran hatte, dass die Begegnung zur Pause beim 11:12 wieder offen war.

Der erstmalige Ausgleich gelang Laura Hahn in der 33. Minute zum 12:12, letztmalig führten die Gäste beim 16:17, ehe die kleinen Miezen endlich aufwachten, ihre individuelle Überlegenheit nutzten, um auf 20:17 in der 46. Minute durch Megane Vallet davon zu ziehen. TV Beyeröhde stemmt sich jetzt gegen die drohende Niederlage, die Begegnung wurde härter, beim 20:20 war erneut alles offen, doch Treffer von Katrin Premm, Natalie Adeberg und erneut Megane Vallet brachten in der 51. Minute erneut die drei Toreführung zum 23:20. Als Nathalie Adeberg beim 25:23 einen weiteren wichtigen Siebenmeter für ihr Team im Kasten der Gäste unterbrachte, im Gegenzug Jessica Kockler erneut einen Gästewurf entschärfte, war das Spiel entgegen.

Auf Trierer Seite überzeugten neben der treffsicheren Nathalie Adeberg wie gewohnt Megane Vallet und mit Abstrichen Lena Zelmel, die sich mit zunehmender Spieldauer steigerte. Am Ende feierten die kleinen Miezen einen verdienten und wichtigen Erfolg im Kampf gegen den Abstieg unter den Augen von Dago Leukefeld.

Bocka und Kockler – Sattler, Hahn (3), Öffling, Pötters, Rolinger (1), Zelmel (4), Premm (5), Vallet (6), Adeberg (9/6).

TV Verl – Roude Léiw Bascharage (Samstag 17 Uhr )

(R.S.) Seit Anfang Januar befinden sich die roten Löwinnen wieder mit Trainer Claude Weinzierl in der Vorbereitung auf die Restspielzeit. Die Hinrunde hat deutlich gezeigt, dass die Liga gegenüber der letzten Saison wesentlich ausgeglichener besetzt ist und so findet sich die Mannschaft der roten Löwinnen nur im Mittelfeld der Tabelle wieder. Der ohnehin kleine Kader der Mannschaft bereitet auch in Verl Sorgen, denn mit Alexandra Urbans Einsatz steht ein Fragezeichen, verletzungsbedingt fehlt Nadine Braconier und aus schulischen Gründen muß Nadine Muller passen. „Wir haben aus dem Hinspiel noch eine Rechnung offen, kassierten eine unerwartete 28:30 Heimniederlage aus der wir aber gelernt haben. Wir kennen jetzt die Stärken und Schwächen des Teams und wollen die Halle in Verl als Sieger verlassen“, so Weinzierl. Die Gastgeber haben spätestens nach dem 20:23 gegen Recklinghausen ihren Bonus verbraucht, den sie nach den Siegen in Bascharage und gegen Lintfort ergattert hatten. Das Team fiel auf Abstiegsplatz 12 zurück und im Verein schlagen die Wellen hoch. Zunächst löste Handballobmann Andreas Guntermann seinen Vertrag, dann führte die steigende berufliche Belastung bei Trainer Dirk Fischer zur Vertragsauflösung. Man darf also gespannt sein, mit welcher Motivation die Gastgeberinnen das wichtige Spiel gegen den letztjährigen Meister angehen werden.

 Kim Sörensen neuer Trainer der 1. Damen

Quelle Homepage TV Verl:
VON WOLFGANG TEMME

Verl. Der TV Verl hat eine überraschende Besetzung für den vakanten Trainerposten der in der 3. Bundesliga spielenden Handballerinnen vorgenommen. Er verpflichtete den hierzulande völlig unbekannten Kim Sörensen. Der 31-jährige Däne hat bisher ausschließlich in Skandinavien gearbeitet (Dänemark, Schweden, Norwegen), will sich nun aber in Deutschland als Handballtrainer etablieren. Er tritt die Nachfolge von Dirk Fischer an, von dem sich der abstiegsgefährdete Drittletzte im Dezember getrennt hatte.

"Die Chemie passt", stellte Andreas Guntermann, Leiter der Verler Handballabteilung, bei den Treffen und Gesprächen mit Sörensen schnell fest. Der vorerst nur Englisch sprechende Coach überzeugte ihn auch bei den beiden Trainingseinheiten, die er am 2. und 3. Januar mit dem Frauenteam absolvierte. Wichtiger noch: Er überzeugte mit seiner klaren Ansage und seiner stets auf den Torabschluss ausgerichteten Trainingsmethodik auch die Spielerinnen. Die Zusammenarbeit mit dem Dänen, der sich selbst beim TV Verl beworben hatte, ist vorerst bis zum Ende der laufenden Saison verabredet. "Eine längerfristige Zusammenarbeit ist von unserer Seite, und ich denke auch von seiner Seite, gewünscht", erklärte Guntermann. Offiziell vorgestellt werden soll Sörensen im Rahmen einer Pressekonferenz am Donnerstag.

Schnellstmöglich will er in einem Sprachkurs Deutsch lernen, damit er auch in die Trainingsarbeit anderer Mannschaften des TV Verl integriert werden kann. "Er kommt einer Idealbesetzung für unseren Verein sehr nahe", glaubt Andreas Guntermann. Kim Sörensen war als Spieler in der 3. dänischen Liga aktiv. Als Trainer ("Mein Ziel ist es, Spieler und Spielerinnen zu entwickeln") ist er bereits seit elf Jahren tätig, vor allem im weiblichen Bereich.


DJK/MJC Trier II – TV Beyeröhde (Sonntag 17 Uhr Wolfsberghalle)

Noch immer ist im Trierer Lager das Hinspiel in Erinnerung, dass der Verein aufgrund des Doppelspieltages mit der Bundesligamannschaft verlegen wollte, dabei aber nicht auf die Zustimmung der Gäste aus Beyeröhde traf. So gingen beide Punkte kampflos an den Gegner, der nun seine Visitenkarte in der Wolfsberghalle abgeben wird. Intensiv bereiten sich die Gäste auf die Begegnung vor: Tägliche Trainingseinheiten, sogar samstags und sonntags standen auf dem Programm von TV Trainerin Meike Neitsch, die ihren Kader damit nach Sylvester auf das Spiel bei den kleinen Miezen vorbereitet. Der Erfolg gibt den Gästen Recht, die Platz 3 der Liga belegen und vor allem in den Schlussphasen der Spiele konditionell immer etwas drauflegen konnten und damit für ihre Konditionsarbeit belohnt wurden. Der Erfolg ist umso höher zu werten, als mit Mannschaftsführerin Mandy Münch die Regisseurin seit Saisonbeginn fehlt, sie greift frühestens im Februar wieder in den Meisterschaftsbetrieb ein. Daneben fehlt am Sonntag auch die erfahrene Kreisläuferin Sabine Nückel, die nach ihrer Meniskus OP frühestens im Heimspiel des TV am 21. Januar auflaufen wird. Ebenso fehlen werden Meike Neitsch (Fingerbruch) und Rechtsaussen Mona Butzen (Muskelverletzung). Auf Trierer Seite hofft man auf den Einsatz von Rückraumspielerin Nathalie Adeberg, die allerdings das grüne Licht des Arztes abwarten muß. „Ihr Fehlen hat sich in den letzten Spielen bemerkbar gemacht, so erklären sich auch die knappen Niederlagen“, meint der MJC Trainer, der aber auf den Einsatz von Megane Vallet, Lena Zelmel und Katrin Premm bauen kann. Alle haben ihren Einsatz im Bundesligateam gut überstanden und vor allem Katrin Premm zeigte zuletzt im Pokalspiel eine starke Leistung aus dem Rückraum. „Ich hoffe, sie nimmt diese Form mit in die Begegnung . Die Gäste sind aufgrund der Tabellensituation klarer Favorit, wir stehen vor einem schweren Spiel, bei dem wir auf die Unterstützung unserer Fans angewiesen sind“, so der MJC Coach.