Personalmangel: Kleine Miezen sagen erstes Saisonspiel ab

Bei der Drittliga-Reserve der DJK/MJC Trier setzen sich die Personalprobleme aus der Vorsaison fort. Wegen Spielermangel wurde das für heute geplante erste Saisonspiel abgesagt.
Trier. Auf der Internetseite der Miezen gibt es keine aktuellen Informationen zur zweiten Mannschaft. Der genannte Kader ist der des Vorjahres, einen Spielplan für die 3. Liga sucht man vergeblich. Gibt es die Mannschaft überhaupt noch? "Natürlich werden wir nächste Woche unser erstes Heimspiel bestreiten", sagt MJC-Vorstand Martin Rommel. Den Saisonstart am heutigen Samstag in Beyeröhde hat die MJC allerdings aus Personalmangel abgesagt. Die Punkte gehen nach derzeitigem Stand an das Team aus Wuppertal. "Wir haben noch die Option, dass das Spiel nachträglich verlegt werden könnte, aber erst einmal ist es eine Absage", sagt Rommel.
Wie schon in der Vorsaison ist die Drittliga-Mannschaft extrem abhängig von Spielerinnen "von oben". Doch so dick ist deren Polster auch nicht. So sollen (oder müssen) Megane Vallet und Katrin Premm komplett in beiden Mannschaften auflaufen, daneben sollen Adeberg und Zelmel vorrangig in der 3. Liga spielen. Doch selbst in dieser Konstellation ist der Kader kaum spielfähig. "Wir werden kurzfristig Verstärkungen präsentieren", beschwichtigt Rommel. Auf der Homepage von Beyeröhde wird er zitiert, drei Litauerinnen seien noch nicht spielberechtigt. "Ich habe mit keinem beim TVB über Litauerinnen gesprochen", sagte Rommel dem TV. Allerdings gab es zuletzt schon Gerüchte über potenzielle Neuzugänge wahlweise aus Russland, der Ukraine oder Norwegen - was nicht unbedingt dem auf deutsche Talente ausgerichteten Nachwuchskonzept der MJC entspricht.
In Beyeröhde ist man jedenfalls stinksauer über die Miezen: "Nun sehen wir uns in unseren Vermutungen bestätigt. Wir nehmen die Punkte gerne mit - es bleibt jedoch Unverständnis, wie man unter diesen Voraussetzungen überhaupt eine Mannschaft für die 3. Liga melden kann", wird Handball-Abteilungsleiter Stefan Müller auf der Club-Homepage des TVB zitiert. BP


Roude Lèiw Bascharage – TV 1912 Verl (Samstag 18 Uhr)

(R.S.) Erst am Freitag lüften die Verantwortlichen aus Bascharage das Geheimnis um ihre Neuzugänge. Im Rahmen einer Pressekonferenz stellt der Verein dann die Mannschaft vor, deren Gesicht sich gegenüber der letzten Saison erheblich verändern wird.

„Sechs neue Spielerinnen sind zu integrieren und das braucht Zeit. Wir werden erst Mitte Oktober so eingespielt sein, dass wir unseren Leistungszenit erreichen. Mit Renata Keves, Jetty Rossy, Annouk Schröder und Jessica Reis wechseln gleich vier Spielerinnen zum HBC Bascharage in die luxemburgische Liga, Nicole Thees hat den Verein mit unbekanntem Ziel verlassen und die letztjährige Toptorjägerin Andi Janicz steht auf Abruf bereit, hat aber bislang noch keine Trainingseinheit und Vorbereitungsspiel mit der Mannschaft absolviert. Das Auskurieren ihrer Schulterverletzung hat absolute Priorität“, verrät Roude Léiw Coach Claude Weinzierl.

Obwohl in der Vorbereitung Licht und Schatten wechselten zeigt sich Weinzierl zufrieden. „Vor allem im Trainingslager in Ungarn ist das Team mannschaftlich zusammengewachsen. Im Angriff sind gute Ansätze erkennbar“, freut sich der Trainer, der zum Saisonauftakt mit dem TV Verl auf eine Mannschaft trifft, die in ihrer Vorbereitung für Furore sorgte. So gewann der TV das gut besetzte Turnier in Fritzlar und scheint bestens für die Saison aufgestellt.

„Am Anfang einer Saison weiß man nie so richtig wo man steht. Wir sind aber heiß auf den Saisonstart und wollen unbedingt beide Punkte zuhause behalten“.