TuS Lintfort – Roude Léiw Bascharage 33:30 (12:18)

(R.S.) Die Interimszeit nach Trainer Claude Weinzierl beginnt mit einer blamablen Niederlage in Lintfort! Auch beim abstiegsgefährdeten TuS Lintfort kassieren die roten Löwinnen eine Niederlage und dürften jetzt absolut nichts mehr mit dem Ausgang der Meisterschaft zu tun haben.

Die Gastgeberinnen wurden von ihrem Anhang lautstark unterstützt. Allerdings waren durch die eingesetzten Hupen die Pfiffe der Schiedsrichter nicht zu hören und die Zusammenarbeit zwischen Zeitnehmer/Sekretär und den Unparteiischen nicht möglich. Nachdem Trainer Claude Weinzierl kurzfristig aus gesundheitlichen Gründen für dieses Jahr passen musste, übernahm der Trainer der Bascharager Herren, Rac Sandor das Coaching. Aber auch das zeigte keine Wirkung! Die Löwinnen bleiben die „Wundertüte“, die Weinzierl so oft beschrieben hatte. Konzentriert begannen die Gäste das Spiel, führten ständig über 3:6 und 6:10, gingen mit einem klaren Vorsprung (12:18) in die Kabine.

Auch nach dem Wechsel lief es zugunsten der Gäste, die über 14:20 und 16:22 auf dem Weg zum Erfolg schienen. Drei Treffer in Folge zum 19:22 brachten die Gäste dann aus dem Tritt. Beim 23:23 gelang Lintfort erstmals der Ausgleich, beim 25:26 führten die Löwinnen letztmals. Die erste Führung des Spiels gelang den Gastgeberinnen beim 28:27 in der 52. Minute. Eine Zeitstrafe gegen die Gäste und die Umstellung der Abwehr auf eine offensive 4:2 Deckung passte überhaupt nicht ins Gästekonzept. Der TuS nahm Oxana Pal mit der offensiven Deckung aus dem Spiel und kam am Ende zu einem verdienten Erfolg über eine enttäuschende Gästemannschaft, der die Moral vermissen ließ. Nach einem intensiven und schnellen, aber jederzeit fairen Spiel mussten sich die Löwinnen erneut geschlagen geben und gehen jetzt schweren Zeiten entgegen.

Saftoui und Hansen – Steuer, Braconier (1), Rogucka (6), Goraj (8), Pimenta, Muller (1), Pal (10), Urban (2), Thill, Welter (2)

FSG Sulzbach/Leidersbach – DJK/MJC Trier 29:27 (12:12)

Mit einem Rumpfteam traten die kleinen Miezen die Fahrt nach Sulzbach an, mussten auf die am Meniskus verletzte Natalie Adeberg verzichten und unterlagen unglücklich mit 29:27 (12:12).

„Wir haben uns gut in Sulzbach verkauft“, meinte auch Trainer Igor Domaschenko, dessen Team im ersten Spielabschnitt sogar ständig führte. Über 2:4 und 8:10 lagen die kleinen Miezen mit 9:12 vorne, kassierten aber bis zur Pause noch drei Treffer in Folge zum 12:12 Ausgleich. Die Gastgeberinnen kamen besser aus der Kabine, zogen auf 19:15 davon. Doch erneut zeigten die kleinen Miezen ihr großes Kämpferherz, kamen bis auf Schlagdistanz 22:21 heran.

In den letzten 10 Minuten ging das Spiel hin und her, am Ende siegten die Sulzbacherinnen glücklich. Nach Spielende trauerten die Trierer Spielerinnen vier vergebenen Siebenmetern nach.

Kockler und Monz – Premm (9/2), Zelmel (4), Vallet (4/1), Hahn (3), Rolinger (5/1), Sattler (2), Pötters.



TuS Lintfort – Roude Léiw Bascharage (Sonntag 16 Uhr)

(R.S.) Der Tabellenvierte aus Bascharage hat bei einem noch ausstehenden Nachholspiel durchaus die Chance, zum Ende der Hinrunde zumindest auf Platz 3 abzuschließen. Nach dem Gewinn der letztjährigen Meisterschaft läuft es bei den roten Löwinnen in diesem Jahr nicht rund. Immer wieder bringt die „Wundertüte“, wie Trainer Claude Weinzierl seine Mannschaft gerne umschreibt, den Trainer in Verlegenheit. So richtig scheinen die Spielerinnen nicht zu wissen, was sie eigentlich in dieser Saison wollen.

„Ein Phänomen wiederholt sich in unseren Spielen ständig. Entweder liegen wir klar zurück, gehen dann deutlich in Führung um am Ende wieder um die Punkte zu zittern, oder wir führen deutlich, verspielen den Vorsprung, um dann wieder die Aufholjagd zu starten“, ärgert sich der Löwinnen Coach. Deshalb ist ihm die Sicht auf den kommenden Gegner überhaupt nicht so wichtig. „Was wir derzeit produzieren, lässt mich einfach nicht kalt. Das zieht sich alles wie ein roter Faden durch die laufende Saison. Was mir auch Sorgen bereitet ist die Tatsache, dass wir als Tabellenvierter mit einem negativen Torverhältnis da stehen. Das gibt es nur bei Teams in der Abstiegszone“, weiß Weinzierl.

Es bleibt daher abzuwarten, wie sich die Löwinnen am Sonntag in Lintfort beim Tabellenzehnten der Liga „verkaufen“. Eine Parallele zwischen beiden Mannschaften tut sich auf: Beide Teams haben ein negatives Torverhältnis, beide mit einem Tor!

FSG Sulzbach/Leidersbach – DJK/MJC Trier II (Sonntag 17 Uhr)

Im letzten Spiel der Hinrunde treffen die kleinen Miezen, derzeit Tabellenneunter auf den Tabellenfünften aus Sulzbach, der am vergangenen Sonntag einen Punkt aus Bascharage entführte. Der Trainer der kleinen Miezen Igor Domaschenko sehnt die Winterpause herbei, denn sein kleiner Kader geht schweren Zeiten entgegen.

Es kam was einfach nicht kommen durfte: Mit Natalie Adeberg fällt eine wichtige Stammspielerin der Triererinnen bis Ende Januar aus und so blickt Domaschenko bereits auf das Tabellenende: „Noch 5 Punkte trennen uns vom Abstiegsplatz. Die drei letzten Mannschaften steigen ab und wir stehen vor schweren Spielen, die wir ohne Natalie bestreiten müssen".

Dabei sind sicher nicht die Spiele gegen die Spitzenteams Sulzbach (5.) oder Beyeröhde (3.) wichtig. Viel wichtiger sind die Spiele gegen die Abstiegskandidaten aus Lobberich (derzeit 14. und damit Tabellenletzter) sowie Dortmund (13.). Diese beiden Spiele müssen die kleinen Miezen auf jeden Fall gewinnen, um nicht in Abstiegsgefahr zu geraten. Beide Spiele werden im Januar stattfinden und damit sicher noch ohne die verletzte Rückraumspielerin der kleinen Miezen.

Verstärkungen sind keine in Sicht und so bauen die Triererinnen auf ihre bislang gezeigte tolle kämpferische Einstellung. Ob das allerdings gegen die Teams wie Sulzbach reichen wird, scheint fraglich. Woche für Woche versuchen die Spielerinnen ihre bestmögliche Leistung zu bringen, können aber die Ausfälle solch wichtiger Stammspielerinnen wie Natalie Adeberg nicht kompensieren.