HSG Kastellaun/Simmern – HSG Biewer/Pfalzel 32:24 (15:11)

(R.S.) Nicht nur die Tatsache der HSG Niederlage überrascht, sondern deren Höhe. Gleich nach dem Spiel richtet Triers Trainer Marc Köhler den Blick aufs kommende Spiel gegen Welling und hakt das obere Tabellendrittel ab: „Mit dieser Leistung werden wir auch in Welling nicht bestehen und haben ab jetzt nichts mehr mit den oberen Tabellenrängen am Hut. Das Kollektiv war nicht anwesend, die Grundeinstellung nach dem Spiel gegen Bitburg war nicht vorhanden“, ärgerte sich Köhler.

Absolut schwach traten die Trierer im Hunsrück gegen eine mehr und mehr in die Saison zurückfindende HSG Kastellaun/Simmern auf. Mit dem Sieg über Biewer/Pfalzel schaffen die Hunsrücker den dritten Erfolg in Serie und klettern nach den sieben Auftaktniederlagen mittlerweile auf Platz 10 der Tabelle. Unerklärlich bleibt dagegen der Auftritt der Trierer HSG, die noch vor wenigen Wochen im Heimspiel die Hunsrück HSG mit 38:29 aus der Halle „gefegt“ hatte. Der Abwehr fehlte jegliche Aggressivität, im Angriff leisteten sich die HSG’ler viele technische Fehler und offenbarten eklatante Abschlussschwächen. Nur einen Teil der technischen Fehler wollte Köhler auf das fehlende Harz im Spiel zurückführen. „Die Grundeinstellung war einfach nicht da!“

Die Gastgeber setzten sich über 3:3 auf 6:3 ab, beim 9:8 waren die Trierer nochmals dran, wurden dann bis zur Pause mit vier Treffern abgehängt. Diesem Rückstand lief das Köhler Team auch im zweiten Spielabschnitt hinterher. „Wir haben es nie geschafft, näher als vier Tore heranzukommen. Als wir dann alles versuchten und offensiver agierten, baute der Gastgeber den Vorsprung auf 6 bis 8 Tore aus und die Begegnung war entschieden. Die Hunsrücker waren gut auf uns eingestellt und hoch motiviert, haben wenig Fehler gemacht und den Ball gut laufen lassen. Das Spiel haben wir erneut in der Abwehr verloren“, klagte Köhler.

Mohr und Gersmeyer – Smijewski (1), Frisch (2), Leinen (3), Ponyi, Krewer (3), C. Stein (5), M. Stein (4/1), Billen (3), Gerten (2), Rohr (1).

HSC Schweich – TuS Weibern 36:32 (21:14)

Einen offenen Schlagabtausch lieferten sich der HSC Schweich und der TuS Weibern. Mit dem Sieg der gleichzeitig unerwartet hohen Niederlage von Rhein-Nette, stürmt das Team von Trainer Andreas Rosch auf den dritten Tabellenplatz!

Von Beginn an knüpften die Gastgeber an ihre starke Leistung aus dem Spiel gegen die SG Gösenroth/Laufersweiler an, führten nach 10 Minuten mit 6:3, mussten die sich aufbäumenden Gäste auf 9:8 herankommen lassen, um erneut auf 14:8 davon zu ziehen. Bis zur Halbzeit baute der HSC seinen Vorsprung kontinuierlich aus.

„In der Halbzeit haben wir uns dann vorgenommen, weiter so druckvoll zu spielen und den freien Mitspieler zu finden. Leider übertrieben meine Spieler das Einzelspiel und so gelang den Gästen beim 28:28 der Ausgleich in der 48. Minute“, ärgerte sich Rosch. Doch den Gästen gelang es in keiner Phase des Spiels, in Führung zu gehen. Nach offenem Spielverlauf setzte sich der Gastgeber dann auf 34:31 in der 58. Minute ab, die Begegnung war entschieden.

„Beeindruckend die kollektiv gute Leistung meines Teams. Wir hatten zudem mehr Wechselalternativen als die Gäste“, freute sich der HSC Coach, der nun gegen die HSG Kastellaun/Simmern und dann gegen Tabellenführer Irmenach/Kleinich/Horbruch vor richtungsweisenden Spielen steht.

Schmidt und Barton – Hertz (10/1), Sturm (6), Arenz, Schröder (2), Höhn (1), Nerling (7), Rosch (2), Zock (1), Rohr (1), Leyh (4), Karrenbauer (2).


HSG Kastellaun/Simmern – HSG Biewer/Pfalzel (Samstag 18 Uhr)

(R.S.) Die ist bereits das erste Spiel der Rückrunde! Im Hinspiel setzte sich das Köhler Team deutlich gegen die Hunsrücker durch, doch mittlerweile sind die Vorzeichen andere. Nach zwei Siegen in Folge starten die Hunsrücker durch, haben wohl endlich ihre Form gefunden und gehen so nicht chancenlos gegen die Trierer HSG ins Spiel, die den Dämpfer des vergangenen Wochenendes zu verkraften hat.

Noch immer steckt Triers Trainer Marc Köhler die schwache Leistung seines Teams in der Nase: „Ich erwarte eine Reaktion der Mannschaft, vor allem von der Abwehr. Wenn wir im Hunsrück bestehen wollen, müssen wir im Abwehrverband einfach mehr arbeiten. Dazu kommt die harzfreie Halle im Hunsrück, dementsprechend trainieren wir diese Woche. Noch ist bei uns der Einsatz von Torhüter Sebastian Mohr (Prellung) und Stefan Gerten (Wadenverletzung) fraglich“, verrät Köhler.

HSC Schweich – TuS Weibern (Sonntag 19 Uhr Stefan Andres Halle)

Im Nachholspiel vom 1. Spieltag trifft Schweich am Sonntag zu ungewohnter Uhrzeit auf den TuS Weibern. Die Gäste belegten in der Vorsaison noch den zweiten Platz in der Tabelle, spielen aber im bisherigen Saisonverlauf sicherlich unter ihren Möglichkeiten und rangieren nun punktgleich mit Schweich auf Rang 5 der Tabelle. So stehen neben einer Heimniederlage gegen Gösenroth bereits vierUnentschieden bei den Eifelanern zu Buche. Allerdings scheint die Formkurve langsam wieder nach oben zu zeigen. Das beweist der deutliche 31:25 Sieg am vergangenen Wochenende in Urmitz.

„Wir konnten durch die beiden Siege gegen Gösenroth und bei der HSV Rhein/Nette sehr viel Selbstvertrauen tanken und gehen somit auch sehr optimistisch in diese Begegnung. Zahlreiche Spieler plagen sich zwar mit kleineren Verletzungen herum, aber ich hoffe dass wir am Sonntag komplett auflaufen können. Wenn es uns dann gelingt, das Spieltempo zu bestimmen, ist sicherlich auch im Heimspiel gegen Weibern ein Sieg möglich. Jedenfalls wollen wir die makellose Heimbilanz von drei Siegen in drei Spielen weiter ausbauen und uns damit in der oberen Tabellenhälfte festsetzen“, hofft HSC Coach Andreas Rosch.